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19.09.2018: Forderung des Treffens der Nachbarinnen und Nachbarn vor der Großbeerenstr.17a

WIR FORDERN einen Treffpunkt für die Nachbarschaft

zur Vernetzung, zum Austausch und zur Wissensweitergabe über alltägliche Probleme wie:

  • Verdrängung von Mieter*innen aus unserem Kiez
  • Leerstand
  • Luxusneubauten
  • Luxussanierung & Umwandlung in Eigentum
  • Wohnungsnotstand
  • sozialen Wohnungsbau
Die Räume in der Großbeerenstraße 17a sind hierfür hervorragend geeignet, weil:
  • sie exemplarisch für oben genannte Themen stehen
  • sie seit vielen Jahren leer und ungenutzt stehen
  • sie zentral & gut erreichbar an der Kreuzung Großbeeren- Ecke Obentrautstraße liegen
  • sie an dieser Kreuzung Sichtbarkeit schaffen
Wir möchten diese Räume endlich sinnvoll nutzen!

Die Nachbarinnen und Nachbarn aus Kreuzberg 61

Macht mit und unterstützt die mietenpolitischen Aktivitäten unseres Kiezes!

Es wird eine Unterschriftenliste vor dem Haus in der Großbeerenstr.17a ausliegen, die ihr euch abholen könnt — sammelt Unterschriften in euren Häusern und bringt sie zurück in die Großbeeren 17a, um sich den Forderungen der Nachbarinnen und Nachbarn aus Kreuzberg 61 vom 19.09.2018 zur gemeinsamen sozialen Nutzung des fast leerstehenden Gebäudes Großbeerenstraße 17a anzuschließen.
Aufruf gegen den #Wohngipfel von Seehofer/Merkel

link buttonZusammen gegen #Mietenwahnsinn!
Gemeinsam gegen Spaltung, Verdrängung und Wohnungslosigkeit — bezahlbarer Wohnraum für alle statt mehr Rendite für wenige


Deutschland hat eine Wohnungskrise. Besonders in den Städten schießen die Boden-, Immobi­lien- und Mietpreise in absurde Höhen. Als Folge blüht die Spekulation und die Immobilienvermögen wachsen rasant.

Während abertausende Menschen in der Angst leben, aufgrund von Mietsteigerungen und Kündigungen ihre Wohnungen zu verlieren oder keine geeignete Wohnung zu finden, steigt die Rendite für Wenige. Immer mehr Einkommen geht für die Miete drauf. Lohnsteigerungen werden aufgefressen. Vielerorts ist Wohnen zum Armutsrisiko geworden. Die Wohnungslosigkeit wächst. Oft müssen soziale Träger Menschen mit Betreuungsbedarf abweisen. Diskriminierung und teilweise offener Rassismus erschweren die Wohnungssuche. Unterdessen verliert der Wohnungsmarkt Woche für Woche durch Mieterhöhungen, Wohnungswechsel, Modernisierungen und Kündigungen tausende leistbarer Wohnungen.

Markt und Staat versagen. Mindestens 1 Million preiswerte Neubauwohnungen fehlen. Trotz des großen Bedarfs schafft der Markt keinen preiswerten Wohnungsneubau. Stattdessen wird Pseudo-Luxus gebaut und zu überteu­er­ten Preisen angeboten. Die Politik nimmt die Probleme überwiegend nicht ernst und hat sie durch die Privatisierung von öffentlichem Boden und von Wohnungsunternehmen verschärft. Der Spekulation wird freie Hand gelassen. Maßnahmen gegen den Anstieg von Boden-, Bau- und Immobilienpreisen sind Mangelware. Vielmehr noch: Statt Mieter*innen und Wohnungsuchende in dieser Marktsituation wirksam zu schützen, werden notwendige Mietrechtsverbesserungen von der Bundesregierung abgelehnt.

Gemeinsam für eine andere Wohnungspolitik Aber immer mehr Menschen wehren sich gegen die Verdrängung, schließen sich zu Hausgemeinschaften zusammen und setzen sich für ihre Nachbarschaft ein. Längst ist klar, dass auch gemeinwohlorientierte Wohnraumbewirtschaftung funktioniert, sei es bei der energetischen Gebäudemodernisierung oder preisgünstigem Neubau. Allein die Politik verwehrt den notwendigen Rahmen.

Wir haben genug von diesem #Mietenwahnsinn! Ein breiter Zusammenschluss von Initiativen und Organisationen fordert einen längst überfälligen Kurswechsel in der Wohnungs- und Mietenpolitik:
  • Mietpreisbremse schärfen, Verstöße mit Bußgeld sanktionieren.
  • Umlage nach Modernisierung auf 4 % der Baukosten beschränken und bei 1,50 €/qm im Monat innerhalb von 8 Jahren kappen!
  • Energetische Maßnahmen sollen möglichst warmmietenneutral sein!
  • Zwangsräumungen verhindern! Kündigungsschutz verbessern!
  • Sozialen und preisgünstigen Wohnungsneubau deutlich ausweiten und dauerhafte Bindungen einführen! Fördermittel für mindestens 100.000 leist­bare Wohnungen pro Jahr bereitstellen. Das Planungs­recht für das Gemeinwohl einsetzen!
  • Bodenpreise und Bodennutzung regulieren, Grundstücke der öffentlichen Hand nicht zum Höchstpreis veräußern!
  • Gemeinwohlorientierte Eigentümer*innen und Vermieter*innen stärken und eine neue Wohnungsgemeinnützigkeit einführen!
  • Eigentümerlobby zurückdrängen, Immobilienbesitz transparent machen!
  • Diskriminierung sanktionieren, mehr barrierefreien Wohnraum schaffen, Wohnungslosigkeit verhindern!
  • Kosten der Unterkunft und Wohngeld realitätsgerecht jährlich anpassen.
Wohnen ist Menschenrecht – Keinen Boden der Spekulation!

Aufruf zum Download
17.09. Kaffee und Kuchen vor dem besetzten Haus in der Großbeerenstraße 17a in Kreuzberg

Am vergangenen Sonntagnachmittag luden wir, die Besetzer*innen, die Nachbarschaft vor das Haus der Großbeerenstraße 17a ein.

Viele Anwohner*innen brachten Kaffee und Kuchen mit und zeigten spontan ihre Solidarität mit dem Projekt.

Im Gespräch kam es zu einem regen Austausch über gegenwärtige Mietsteigerungen, Hausverkäufe und anderen Alltagsproblemen im Kiez. Natürlich wurde auch eine ganze Menge über das jahrelang fast leer stehende Haus gesprochen.

Gemeinsam wurde über mögliche Handlungsstrategien gegen Mietsteigerung und Verdrängungsprozesse nachgedacht. Auch wurde thematisiert wie die Besetzung unterstützt werden könne.

Wie schon in den beiden vorhergehenden Kiezversammlungen vor dem Haus, formulierten die Nachbar*innen erneut ihre Forderung nach einem selbstorganisierten Nachbarschaftstreff in einem der Räume im Haus in der Großbeerenstraße 17a.

Wir finden die enorme Unterstützung und die vielen Aktivitäten der Nachbar*innen klasse — weiter so!

Wir sehen uns alle am Freitag um 19 Uhr beim „Tanzen für Wohnraum“ auf der Straße vor dem Haus

Die Besetzer*innen der Großbeerenstr.17a
Pressemitteilung 16.09.2018: aktueller Stand zur Großbeerenstr.17a

Am Montag den 10. September 2018 fand im „Kiezraum“ auf dem sog. Dragoner Areal ein etwa einstündiges Vorgespräch zwischen der Hausprojektgruppe und Unterstützern, deren anwaltlicher Vertretung, Herrn Marx von der Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft mbH und zwei Vertreterinnen aus der Bundes- bzw.  Landespolitik statt. Ziel war es die Rahmenbedingungen für die weiteren Gespräche zur zukünftigen Nutzung des Hauses in der Großbeerenstraße 17a festzulegen.
10.09.2018 Pressemitteilung: Große Unterstützung und Solidarität aus Nachbarschaft und stadtpolitischer Szene

update: am Montag 10.09. gab es ein Gespräch mit dem Geschäftsführer der Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft und die Zwischennutzungsvereinbarung wird bis zum 14.010.2018 verlängert — zu exakt denselben Bedingungen!

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Anfragen aus der Nachbarschaft und von Unterstützer*innen nach Bedarf an Wohnungseinrichtung, Essen und Trinken und „Support“ bei der Organisierung und Gestaltung eines Infopoints vor dem Haus, kennzeichneten für die Besetzer*innen der Wohnung in der Großbeerenstraße 17a den, auch klimatisch, recht freundlichen Sonntag. Auch die durchwegs positiven Rückmeldungen auf die Besetzung: „Endlich wird auch hier etwas gegen den Leerstand getan“ — wollte gestern nicht weniger werden. Für Alle ein „dickes Danke“ für die Unterstützung.
Solidaritätserklärung der Stadtteilinitiative WEM GEHÖRT KREUZBERG zur Besetzung der leerstehenden Wohnungen am Samstag 08.09.2018

Die Stadtteilinitiative WEM GEHÖRT KREUZBERG begrüßt und unterstützt die Besetzung der seit vielen Jahren leerstehenden Wohnungen in der Großbeerenstr.17a in Kreuzberg "61".

Am Samstag 08.09.2018 wurden von der Hausprojektgruppe Großbeerenstr. 17a leerstehende Wohnungen in der Großbeerenstr. 17a besetzt. Die Eigentümerin in diesem Wohnhaus ist die Aachener Siedlungs- und Wohnungsbaugesellschaft mbH, die die größte Wohnungsbaugesellschaft der katholischen Kirche ist, mit Hauptsitz in Köln. Mit ihren verbundenen Unternehmen besitzt sie 24 300 Wohneinheiten und  ca. 2 300 Gewerbeeinheiten.

Die Menschen der Hausprojektgruppe Großbeerenstr.17a haben selbst vielfältige Erfahrungen mit Verdrängungsprozessen im Stadtteil und brauchen nicht nur einen Ort um nach dem Prinzip gegenseitiger und solidarischer Unterstützung zu wohnen, sondern demonstrieren damit auch gegen die Profitlogik — der weiterhin ansteigenden — Mieten und spekulativen Leerstand.
Die Hausprojektgruppe handelte am Samstag eine zeitlich befristete Zwischennutzung bis zum 14.09. aus und in diesem Zeitraum sollen Gespräche mit der Eigentümerin stattfinden.

  • Für die sofortige und uneingeschränkte Übertragung der leerstehenden Wohnungen an die Hausprojektgruppe Großbeerenstr.17a durch die Eigentümerin!
  • Keine Räumung nach Ablauf der Zwischennutzung!

                      Stadtteilinitiative WEM GEHÖRT KREUZBERG — September 2018
08.09.2018: Besetzung leerstehender Wohnungen in der Großbeerenstraße 17a

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Heute wurden seit vielen Jahren leerstehende Wohnungen in der Großbeerenstraße 17a in Kreuzberg 61 besetzt. Mindestens zwei Wohnungen in dem Haus werden nach unserer Kenntnis punktuell genutzt. Mit den Nutzer*innen sind wir in Kontakt. Die Leerstandsgeschichte des Hauses ist in der Nachbarschaft schon lange bekannt. Das Haus steht zudem wegen des Verstoßes gegen die Zweckentfremdungsverordnung seit Jahren im Fokus des Bezirks.
Pressemitteilung 07.09.2018: Google Campus besetzt!

update: der Google Campus wurde bereits geräumt — 18 Uhr Kundgebung vor dem Umspannwerk

Der „Google Campus“ im Kreuzberger Umspannwerk ist seit Freitagnachmittag besetzt! Damit wollen wir gegen die explodierenden Mieten vorgehen.

Die Wohnungskrise spitzt sich täglich zu und betrifft alle Lohnabhängigen auf existentielle Weise. Allein in den letzten sieben Jahren sind die Mietpreise in Berlin um 71% gestiegen, täglich gibt es bis zu 10 Zwangsräumungen. Angesichts dieser Entwicklungen sind Ansätze einer sogenannten „neuen Stadtpolitik“ oder die Mietpreisbremse nur eine Farce.
Kreuzberger Kiezspaziergang am 01.09.

Vergangenen Samstag fand im Rahmen der Kiezwoche im Großbeerenkiez ein Kiezspaziergang zu bedrängten und von Verdrängung betroffenen Häusern statt.
Pressemitteilung 27.08.2018: Google Campus verhindern! Demonstration am Samstag 01.09.

Der Sachverhalt dürfte allen Beteiligten klar sein. Sollte der geplante „Google Campus“ des milliardenschweren Google/ Alphabet-Konzerns tatsächlich wie geplant in der Ohlauer Straße in Kreuzberg eröffnen, droht eine weitere drastische Mieterhöhungs- und Verdrängungsspirale sowohl bei Wohn- als auch bei Gewerberaum in der Umgebung.

Doch ob der Campus jemals eröffnen wird, ist alles andere als sicher. Die Anwohnerinnen und Anwohner sind wütend. Verschiedene Initiativen rufen zu Aktionen gegen den Campus auf. Es gab und gibt bereits ein breites Spektrum an Widerstandsformen, von Kundgebungen vor dem geplanten „Campus“-Standort über Transparente und Wandmalereien überall in den anliegenden Straßen bis hin zu diversen Farbbeutel-Attacken auf das für den „Google Campus“ vorgesehene Gebäude.
Berliner Hausprojekt Liebig34 von Räumung bedroht!