Pressemitteilung Potse und Drugstore 5.November 2018

Nun scheint es endgültig – wir haben einen Auszugstermin bekommen: den 03.01.2019.
Wir sind fassungslos, dass es soweit kommen konnte.
Die beiden ältesten selbstverwalteten Jugendzentren Berlins sollen dem Konzept eines Wohn- und Schlafbüros des Unternehmens rent24 weichen.

Bis zum jetzigen Zeitpunkt ist nicht klar, wie es ab 2019 weitergehen soll.
Die vom Bezirk angebotene Alternative, bestehend aus zwei Objekten, steht auf der Kippe.
Zwar wurde bei dem einen Objekt, welches der Gewobag gehört, eine Mietnutzung dem Bezirk zugesichert, jedoch kann in diesem keine lärmintensive Nutzung stattfinden.
Zudem dauern die Umbaumaßnahmen bis Mitte nächsten Jahres an. Solange würden die Kollektive auf der Straße sitzen. Das zweite Objekt, in welchem eine Nutzung mit Konzerten und Proberäumen möglich wäre, gehört der BIM, die eine Nutzung durch eine Behörde bevorzugen würde.
Für und ist klar, dass dies eine politische Entscheidung ist.
Daher fordern wir das Land Berlin auf, sich für den Erhalt von Potse und Drugstore einzusetzen.
Es wäre ein Armutszeugnis für die Landesregierung, wenn sie stadtrelevante Jugendarbeit verhindern würde.

Deshalb starten wir heute, dem 05.11.2018, eine Videokampagne – #unserfreiraum.
Wir rufen dazu auf mitzuteilen, warum die Potse, das Drugstore und alle anderen Freiräume erhalten bleiben müssen.
Nutzt den Hashtag #unserfreiraum, ladet eure Videos hoch, seid kreativ!

Die Kollektive von Potse und Drugstore

Pressemail: presse.drugstore.potse@online.de
Pressehandy: 015214485849

Polizei stürmt Jugendzentren Potse & Drugstore mit Gewalt!

Am 16.09 um kurz nach 3 Uhr morgens hat die 13. Einsatzhundertschaft der Berliner Polizei die Jugendzentren Potse & Drugstore brutal gestürmt. Durch diesen Einsatz wurden einige der Mitarbeiter*innen und Jugendliche verletzt.

Zuvor trafen bei den Kollektiven der beiden Jugendzentren mehrere Lärmbeschwerden ein, auf Grund des jährlichen Geburtstagsfestivals zum 46. Geburtstag.

Diese Lärmbeschwerden wurden durch die Berliner Polizei an uns getragen, indem die Polizei mehrfach vorgefahren ist und auch Ansprechpersonen telefonisch kontaktiert hat. Diese Beschwerden & Anzeigen wurden durch rent24 aufgegeben (CoWorking Spaces und „temporäres“ Wohnen, kürzlich eingezogen). Es wurde sich mit der Polizei darauf geeinigt, die Lautstärke zu reduzieren und auch den Bass/Subwoofer auszuschalten. Dies wurde telefonisch vereinbart und auch eingehalten. Es gab eine Zusage des Polizeibeamten, dass das Anliegen damit geklärt wäre.

Um kurz nach 3 sind 6 Mannschaftswagen der 13. Einsatzhundertschaft, 6 Streifenwagen und ein Einsatzleitwagen der Polizei vor den Jugendzentren eingetroffen. Daraufhin haben sich die ehrenamtlichen Jugendlichen mit den Polizist*innen in Kontakt gesetzt, um den Sachverhalt zu klären. Währenddessen wurde von der Polizei die Straße abgesperrt und die Beamt*innen fingen an sich ihre Panzerung/Einsatzkleidung anzuziehen. Es wurde von den Jugendlichen erfragt, ob ein Durchsuchungsbefehl vorläge oder Gefahr im Verzug sei. Der Einsatzleiter behauptete es bestünde Gefahr im Verzug, aufgrund der Ruhestörung, die eine Ordnungswidrigkeit darstelle. Es wurde außerdem von den Jugendlichen angeboten, die Veranstaltung eigenständig zu beenden und die Besucher*innen hinaus zu begleiten.

Noch während des Gesprächs mit dem Einsatzleiter begannen die behelmten Einsatzkräfte das Gebäude zu stürmen. Die Jugendlichen versuchten dies zu verhindern ,um eine unnötige Eskalation zu vermeiden und eine Massenpanik zu verhindern. Das Jugendzentrum war zu dem Zeitpunkt noch gut besucht, die Konzerte jedoch seit geraumer Zeit beendet und die Musik lief auf Zimmerlautstärke.

Bei dem Versuch in den Eingangsbereich der Jugendzentren einzudringen wandten die Einsatzkräfte massive Gewalt an. Die Jugendlichen wurden durch die Polizei geschlagen und zu Boden gedrückt.
Um eine weitere Eskalation zu verhindern, wurde die Feuerschutztür zu den Räumlichkeiten zugezogen und die verbliebenen Besucher*innen aufgefordert, über die Notausgänge die Räume zu verlassen. Im Innenhof hat die Polizei einzelnen Besucher*innen verwehrt sich von den Räumlichkeiten zu entfernen. Zeitgleich drohte die Polizei damit, mit mitgebrachtem Rammbock und Brecheisen die genannte Feuerschutztür aufzubrechen.

Ehrenamtliche, die sich noch auf der Straße befanden, haben daraufhin das Gespräch mit dem Einsatzleiter gesucht. Sie überzeugten ihn davon die Räumlichkeiten nicht gewaltsam zu öffnen, sondern mit den ehrenamtlichen Jugendlichen eine gemeinsame, friedliche Lösung zu finden.
Die Polizei drohte an, die Räumlichkeiten gewaltsam zu öffnen und diese versiegeln zu lassen. Daraufhin sahen sich die Jugendlichen gezwungen, sich der Forderung der Polizei zu beugen und mit diesen die Räumlichkeiten gemeinsam zu begehen, damit diese sich vergewissern können, dass die Besucher*innen gegangen sind und die Veranstaltung wie abgesprochen beendet wurde.

Während sich die Polizei in den Räumlichkeiten von Potse & Drugstore befand, wurde ein ehrenamtlicher Mitarbeiter aus unbekannten Gründen festgenommen. Außerdem wurden während des gesamten Einsatzes Videoaufzeichnungen, sowohl von den Besucher*innen, als auch den Räumlichkeiten angefertigt. Zudem wurden Infomaterialien durch Beamt*innen entwendet. Dies geschah gegen unseren Willen, nachdem uns zugesichert wurde, dass dies nicht passiert.

Einigen Besucher*innen wurden trotz Zusage, ihre Sachen rausholen zu können, der Zutritt verwehrt und ihnen und sowohl weiteren Jugendlichen willkürlich Platzverweise ausgesprochen.

Um kurz nach 5 Uhr morgens hat die Polizei ihre Einsatzkräfte vor der Tür der Jugendzentren abgezogen. Die Ehrenamtlichen, Besucher*innen und Jugendlichen sind entsetzt, über die Brutalität des vermeidbaren Einsatzes und stehen weiterhin unter Schock.

Politiker*innen des Abgeordnetenhauses und der BVV Tempelhof-Schöneberg waren anwesend und konnten den Einsatz beobachten.

Eine Besucherin berichtet: „Der Einsatz kam aus heiterem Himmel! Das Konzert war schon lange vorbei und auf einmal müssen wir überstürzt raus!“.

Ein anderer Besucher sagt: „Auf einmal kam die Polizei rein und hat meinem Kumpel ohne Grund in den Unterleib geschlagen!“.

Die Kollektive beider Jugendzentren fordern die Untersuchung des Einsatzes! Außerdem eine Stellungnahme von den politisch Verantwortlichen!

Pressekontakt: presse.drugstore.potse@online.de
Pressehandy: 015750939824

Potse & Drugstore Festival 13.09-15.09.2018

Vom 13.09 bis 15.09 2018 findet wieder unser gemeinsames Potse Drugstore Festival statt!

Drei Tage, 26 Bands, für umme, günstige Getränke und Bändchen!

Line-Up:

Tapete
1323-Punkrock Hamburg
– Trainingseinheit Katzenkotze
Hatless Cat
– Geigerzähler
– Konny
Tempo30
Omma Kotze
Pommes oder Pizza – P.o.P.
Gabriel Burnout
Antinational Embassy
Hausvabot
– Peek A Boo!
The Black Elephant Band
Torkel T
The Tapers
Eat My Fear
FaulenzA + Der Müll der letzten Tage
Daran SchaitertZ
Red Terror UK
War with the Newts
SKRTS
– Auf Anfrage
Frei Schnauze
SpaceShip
Antiligent

Pressemitteilung vom 02.09.2018

Wir möchten uns zu Vorfällen äußern, die uns und unsere Arbeit (sowie die der Potse Berlin) in den letzten Wochen massiv eingeschränkt haben.

Vielen ist mittlerweile bekannt, dass die Gebäude in der Potsdamer Straße 180-182 erst verkauft, aufgekauft und dann an rent24 vermietet wurden. Diese Firma hat über und neben unseren beiden Jugendzentren sowohl einen CoWorking- als auch einen CoLiving-Space errichtet. Abgesehen davon, dass die Flächen Gewerbeflächen sind und uns beim Auszug der BVG vom Bezirk versichert wurde, dass eine Nutzung als Hostel/Hotel durch den Nachmieter nicht zulässig sei, hat rent24 es sich mittlerweile zur Aufgabe gemacht, bei jeder Bandprobe und Veranstaltung wegen Ruhestörung die Ordnungshüter der Berliner Polizei auf den Plan zu rufen. Hat rent24 in den letzten Wochen „nur“ Lärmbeschwerden eingelegt, so haben sie an diesem Wochenende Anzeige gegen uns und unseren Verein erstattet. Und sollten sie mal nicht die Polizei rufen, so kommen die Securitys von rent24 auch persönlich vorbei und werden handgreiflich und beleidigen unsere Mitarbeiter*innen rassistisch.

Dazu kam noch, dass in der letzten Woche unbekannte Personen unser Schloss zu dem gemeinsam genutzten Vorraum beschädigt haben, so dass wir nicht in unsere Räumlichkeiten kamen. Es wurde sowohl verklebt, als auch mit fremden Gegenständen blockiert. Da das Treppenhaus nicht mehr nur von uns und der Potse benutzt wird, sondern eben auch von Kund*innen von rent24/der Security von rent24 und den Gebäuden/potenziellen neuen Mieter*innen, können wir nicht sicher sagen, woher dieser Angriff kommt.

Um das Ganze auf die Spitze zu treiben, mussten wir, ebenfalls am Wochenende, Nazipropaganda von unserer Haustür entfernen. Und sowas ist uns all den Jahren nie untergekommen.

Hier der entsprechende Aufkleber:

(Infos zu der verbotenen Nazi Website, die auf dem Sticker zu finden ist: einer der führenden Köpfe war Sebastian Schmidtke (NPD):
https://rechtsaussen.berlin/2014/05/gericht-erklaert-schmidtke-zu-einem-der-koepfe-von-nw-berlin/
)

Wir nehmen diese Angriffe nicht hin und sehen es nicht ein, diesen hausgemachten Konflikt ausbaden zu müssen! Wir dürfen und werden weiterhin laut sein!

Kontakt zu den Pressemenschen:
Handy – 015750939824
Mail – presse.drugstore.potse@online.de

Info- und Mobiveranstaltung zur Demo am 14.04.2018 @ Meuterei/Berlin

Die Frei(T)räume Kampagne lädt ein zum:

„Zusammensetzen, Widersetzen, Besetzen“

Immer mehr selbstverwaltete Projekte sind räumungsbedroht.
Das betrifft Wohnprojekte, ebenso wie Gemeinschaftsgärten, Werkstätten, Kiez- / Infoläden, Jugendzentren, Kneipenkollektive, Wagenplätze & Kulturprojekte.
Auch auf dem Wohnungsmarkt läuft einiges schief. Luxusbau an jeder Ecke, unerträglich hohe Mieten, unmögliche Modernisierungen und unzählige Zwangsräumungen…

Die Stadt wird ausverkauft und die Menschen verdrängt,
das nehmen wir nicht hin! Deshalb rufen wir gemeinsam mit vielen Mieter*innen-Initiativen, politischen Gruppen und von Verdrängung Betroffenen zu der Großdemonstration:

„Widersetzen – Für eine solidarische Stadt, gegen hohe Mieten & Verdrängung“

Am Samstag, den 14.04.2018 am Potsdamer Platz in Berlin

sowie zu der Aktionswoche „Berlin sitzt auf der Straße“ vom 04.04.-14.04.2018 auf.


Hier ist der Raum um selber kreativ zu werden und konkrete Aktionen auf die Straße zu bringen.

Verdrängung betrifft uns alle!

Es ist Zeit Aufmerksamkeit zu schaffen und gemeinsam aktiv zu sein.
Lass uns laut & unbequem sein!
Wir sehen uns im dunkel-bunten Frei(T)räume Block.

weitere Infos: https://freitraeume.blackblogs.org/

Infoveranstaltung: 12.04.2018, 20-23 Uhr, Meuterei Berlin

#Mietenwahnsinn widersetzen-Demo:

https://www.facebook.com/events/2049308061976626/

Sofa Session with INFIDELIX

Am 26. Januar 2018 kommt INFIDELIX für einen Stop zu uns, auf seiner Living Room/Sofa Sessions Mini-Tour.

Als gefeierter Straßenkünstler, schafft es INFIDELIX mittlerweile schon zu eigenen Tourneen und war sogar im Vorprogramm der Antilopengang zu sehen.

Wer es bisher zu keinem Konzert geschafft, ihn noch nicht auf der Straße gesehen oder bisher nicht den Mut hatte, ihn anzusprechen: jetzt habt ihr die Möglichkeit.

In gemütlicher Runde wird INFIDELIX von seinem Leben als Straßenmusiker berichten, poetisch werden und sich mit euch austauschen

Getränke wie immer günstig, Eintritt wie immer frei, Stimmung wie immer super.

 

Weiter in der Schwebe – Artikel in der Berliner Woche vom 29.11.2017

„Die Lage für die beiden selbstverwalteten Jugendzentren „Potse“ und „Drugstore“ in der Potsdamer Straße ist mal wieder brenzlig. Der aktuelle Mietvertrag läuft am 31. Dezember aus. Ein anderes Quartier für die Punker ist bislang nicht gefunden.“

http://www.berliner-woche.de/schoeneberg/soziales/potse-und-drugstore-wieder-in-der-schwebe-d137568.html

Pressemitteilung vom 24.11.2017

Potse und Drugstore bekommen ein Jahr Gnadenfrist.

Wie wir heute erfahren haben, wird der Mietvertrag zwischen dem Bezirksamt und dem Investor, für die Flächen von Potse und Drugstore, um ein weiteres Jahr verlängert.

„Ein Jahr ist aber nur eine Gnadenfrist, da am 31.12.2018 auch dieser Mietvertrag auslaufen wird. Die Zukunft der ältesten selbstverwalteten Jugendzentren Berlins bleibt damit nach wie vor ungewiss.“

Die Pressesprecher*innen von Potse und Drugstore

Drugstore für Laute Jugend im Radio

Für die 35. Ausgabe des Frequenzkonsum-Radios, zum Thema „Jung, links, selbstorganisiert“ stand das Drugstore für die Laute Jugend Rede und Antwort.

„Die Kämpfe um selbstbestimmte Jugendarbeit finden sich heute mitten in stadtweiten Kämpfen gegen Gentrifizierung wieder. Die Frage „Wem gehört die Stadt?“ beantwortet Frequenzkonsum #35 heute mit: junge, linke Menschen, die in Berlin selbstorganisierte Arbeit machen. Einige haben sich zu der Aktion LAUTE JUGEND zusammengeschlossen, um sich zu unterstützen im Kampf gegen Kürzungen in der Finanzierung und Verdrängung. Wir sprechen darüber mit dem Drugstore-Kollektiv. Außerdem plaudern wir aus dem Nähkästchen über eigene Erfahrungen mit dem Open Air for Open Minds, das junge Menschen über 10 Jahre in Eigenregie auf die Beine gestellt haben. Was hat sich über die Zeit geändert? Und was könnte sich jetzt nach dem Einzug der AfD in die Bezirksregierungen ändern?“

Hier kann mensch den Beitrag hören: