Anarchismus zur Einführung am 12.10.2017 ab 19 Uhr

« Immer geschmäht, verflucht – verstanden nie // Bist du das Schreckbild dieser Zeit geworden… » klagte der Schriftsteller John Henry Mackay in seinem Gedicht Anarchie bereits im ausgehenden 19. Jahrhundert. Über 100 Jahre später sehen sich Anarchist*innen immer noch mit den klassischen Klischees, dass sie weltfremde Spinner*innen, ruchlose Gewalttäter*innen oder einfach nur Chaot*innen sind, konfrontiert. Im Gegensatz zur Queer-Szene, die einen negativ konnotierten Begriff als positive Selbstbezeichnung etablieren konnte, ist es den Anarchist*innen bis heute nicht gelungen, den provokant von Pierre-Joseph Proudhon als Selbstbezeichnung genutzten Begriff dauerhaft in der Gesellschaft mit anderen Inhalten in der öffentlichen Meinung zu etablieren. Dennoch hat der Anarchismus in der Geschichte und Kultur seine Spuren hinterlassen und ist auch heute noch lebendig.

Der Vortrag führt sowohl in die Geschichte und Philosophie des Anarchismus ein als auch in die Gegenwart der Bewegung. Der Referent Maurice Schuhmann ist studierter Politikwissenschaftler und langjähriger Aktivist. (Es handelt sich um eine gemeinsame Veranstaltung vom A-Laden und der Gustav Landauer Denkmalinitiative)

Eintritt ist wie immer frei.

 

Ausgang der letzten BVV und Neuigkeiten zur Potsdamer Straße 180

Der Bezirk bewilligt weitere Mittel im Haushaltsplan für 2018/19, um die erhöhte Miete zu stemmen.
Die Vertragsverhandlungen mit dem Eigentümer der Potsdamer Straße 180-182 laufen weiterhin und haben bisher kein Ergebnis hervorgebracht. Dementsprechend ist ein weiterer Verbleib, für vielleicht auch nur 2 Jahre, weiterhin nicht absehbar.
“ Insbesondere an drei Investitionen scheiden sich die Geister in der BVV. Da sind die Punker-Freizeiteinrichtungen „Potse“ und „Drugstore“, für deren einstweiliges Weiterbestehen in der Potsdamer Straße der Bezirk noch einmal 100 000 Euro drauflegt. Während eine Vertreterin der Linken meint, „Potse“ und Drugstore“ seien jeden Cent wert, weil sie antifaschistische und antirassistische Arbeit leisteten, fordert die AfD, die Finanzierung einzustellen. Die Punker-Einrichtungen hätten „klar extremistische Tendenzen“. „
In naher Zukunft sollen Drugstore und Potse dann aber wohl dennoch einem Hostel bzw. Coworking/Coliving Space weichen.
„In Berlin plant rent24 nun, in der Potsdamer Straße 180-182 in Berlin-Schöneberg, nahe des ersten Coworkingstandorts, demnächst mit dem ersten Colivingangebot zu starten. Geplant sind ein Business-Hostel mit 204 Betten und Mikroapartments“
Überteuerte Mikroapartments und schnöder Einheitsbrei statt antifaschistische Jugendarbeit und bunte, laute Subkultur?
Nicht mit uns! Wir bleiben hier!