Pressemitteilung Drugstore und Potse 13.12.2018

Kam all das Lob zu früh?

Gewobag verzögert Vertragsunterzeichnung +++ Neue Räume in Zusammenarbeit mit der Tempelhofer Feld Projekt GmbH möglich? +++ Auszug ohne Selbstbestimmung +++ Schlüsselübergabe am 31.12.2018 oder am 03.01.2019? +++ Finanzschule statt Jugendzentren

 

Am 07.Juni 2018 ging die E-Mail mit dem bezirklichen Anmietungsinteresse an die Gewobag. Bis heute wurden keine Mietverträge unterschrieben. Die Jugendlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen werden von Woche zu Woche mit dem Hinweis vertröstet, dass der Vertrag kurz vorm Unterschreiben sei und sie uns dann Bescheid sagen. Der Vertrag befindet sich mittlerweile in der 4. Fassung und wir finden es unerhört, wie wir bisher hingehalten wurden. Es wird von uns Planung verlangt ohne uns Perspektiven zu bieten, mit denen wir planen können!

Bei einer Soliveranstaltung im Leydicke am 30.11.2018 hat Oliver Schworck (Jugendstadtrat-TS/SPD) verlauten lassen, dass sie in Zusammenarbeit mit der Tempelhof Projekt GmbH Räume anmieten werden, in denen lärmintensive Nutzung, wie z.B. Konzerte und Partys, stattfinden können. Auch Katrin Lompscher (Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen/Die Linke) sowie Philip Bertram (Abgeordnetenhaus/Die Linke) haben das bestätigt. Jedoch ist die Nutzung als gemeinsame Nutzung mit anderen Projekten geplant, nur ungefähr 2x im Monat und unsere Technik müsste nach jeder Veranstaltung wieder demontiert werden. Das ist ein enormer Arbeitsaufwand und schränkt unsere Handlungsfähigkeit und Planung massiv ein!

Für den Auszug aus den bisherigen Räumen wurde den Jugendlichen ein konkretes Zeitfenster genannt – vom 17.12-21.12 müssen die ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen alle Einbauten demontieren, alle Kisten sortieren und in bereitgestellte Lieferwägen packen, welche dann mit bereitgestellten Fahrern in zuvor angemietete Lagerräume gefahren werden. Zu all dem kommt noch, dass den Jugendzentren Lagerflächen in Staaken angemietet wurden, knapp 20km von ihrem Bezirk, ihrem Kiez entfernt, eine Stunde von allen möglichen Räumen, die eventuell angemietet werden sollen. Es stellt sich zurecht die Frage: gab es wirklich keine Lagerräume innerhalb der Stadt? Kann das schon als Schikane bezeichnet werden? Außerdem ist dem Bezirks- und Jugendamt aufgefallen, dass sie die Finanzierung für einen Umzug der Technik zwischen Weihnachten und Neujahr für dieses Jahr nicht mehr stemmen können, weswegen die beiden Jugendzentren diesen Umzug vorerst selber bezahlen.

Am 17.10.2018 wurde in der öffentlich zugänglichen Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg von Oliver Schworck unser Auszugstermin genannt –  am 03.01.2019 soll die Schlüsselübergabe mit dem Eigentümer stattfinden. Jedoch hat Oliver Schworck am 10.12.2018, bei einem der unregelmäßigen Planungstreffen, den 31.12.2018 als Schlüsselübergabe genannt und gesagt er „weiß gar nicht, wo der 03.01.2019 immer herkommt“. Das ist Verunsicherungstaktik, die wir nicht hinnehmen! Wir brauchen jedes bisschen Zeit, um diesen Auszug mental und physisch zu stemmen. Leichtfertig das wichtigste Datum für uns ändern zu wollen ist rücksichtslos und grenzt an Wortbruch!

Auch hat sich die Berliner Immobilien Management GmbH mittlerweile gegenüber der Presse geäußert, warum eine Nutzung unsererseits in ihren Räumen in der Potsdamer Str 140 nicht möglich sei. Haben sie uns zuerst unterstellt, dass wir behauptet hätten, dass uns die Räume zu klein wären, haben sie nun gesagt, dass das Finanzamt dort seine Finanzschule einrichten möchte. Um weiterhin für Schöneberg und im speziellen den Schöneberg Norden verfügbar zu sein, ist es essentiell für uns, dass wir Räume in der näheren Umgebung bekommen. Wir fragen uns, muss eine Finanzschule, die nicht bezirksgebunden ist, unbedingt diese Räume beziehen? Es sind noch nicht alle Prüfungen bezüglich einer möglichen Nutzung durch uns abgeschlossen, weswegen wir die BIM auffordern, die Verhandlungen mit dem Bezirksamt unverzüglich wieder aufzunehmen!

Deshalb und aus vielen weiteren Gründen rufen wir zur Demo am 15.12.2018 um 14 Uhr vor dem Rathaus Schöneberg (John-F.-Kennedy-Platz 1, 10825) auf!

Wir sind viele, vielen von uns droht der Rausschmiss. Solidarität mit allen bedrohten Projekten!

Pressemail: presse.drugstore.potse@online.de

Pressehandy: 015750939824

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