Pressemitteilung Drugstore und Potse 26.03.2019

++Räumungstitel für den Potze e.V. beantragt++Keine Flächen von der BIM++ Vertragsverhandlungen für die Potsdamer Str. 134-136+++
Am 18.03.2019 hat der Jugendstadtrat Oliver Schworck (SPD) beim Amtsgericht den Räumungstitel gegen den Potze e.V. beantragt. Damit ist es offiziell: die Potse soll geräumt werden, auch wenn die SPD betont hat, dass eine Räumung nicht gewollt sei. Der Weg bis zur Räumung ist zum Glück ein langer, aber das Zeichen, welches damit gesetzt wird, ist ein schlechtes. Entgegen aller Versprechen und Beteuerungen soll nun auch das zweite Jugendzentrum auf die Straße gesetzt werden. 
Denn es gibt weiterhin keine neuen Räumlichkeiten für die selbstverwalteten Jugendzentren Drugstore und Potse! Es wurde den Jugendzentren mitgeteilt, dass in den landeseigenen Objekten  des Berliner Immobilienmanagements keine freien Flächen für die beiden Jugendzentren und ihre Raumnutzungskonzepte vorhanden seien. Das bedeutet, dass für die weitere Raumsuche nur noch halbstaatliche oder private Eigentümer*innen in Frage kommen und wir wissen ja alle, wie das bisher geendet ist.
Auch wird inzwischen mit den Umbauarbeiten von der Potsdamer Straße 140 begonnen, aber nicht für die dringend benötigten Räume für Jugendarbeit, sondern für den Finanzsenator Matthias Kollatz  (SPD).
Derweil befindet sich das Jugendzentrum Drugstore in den Vertragsverhandlungen mit dem Jugendamt für die Potsdamer Straße 134-136, in der eine leise Nutzung stattfinden kann. Es wurde ein Vertrag in Zusammenarbeit mit der Gewobag vorgelegt. Dieser Vertrag befindet sich gerade in der Anpassung. Die Bauarbeiten, welche zur Jahresmitte fertiggestellt werden sollten, wurden bis dato noch nicht einmal angefangen , womit das Jugendzentrum bis voraussichtlich zum Ende des Jahres auf der Straße sitzen wird. Die ehrenamtliche Mitarbeiter*in Paula sagt dazu:“Die Enttäuschung ist groß, sehr groß. Das Jugendamt, auf das wir angewiesen sind, konnte uns nicht vor dem Exil retten. Gleichzeitig müssen wir weiter verhandeln, als wäre nichts gewesen. Der psychische Stress ist enorm, für alle.“
Scheres (SPD), hat im Hauptausschuss vom Abgeordnetenhaus, in der ersten Lesung des kommenden Jugendförderungsgesetzes gesagt, dass mit diesem Gesetz nie wieder ein Jugendzentrum geschlossen wird. Kollatz (SPD) hingegen verhindert, dass es eine Lösung geben wird. Wir fordern von der SPD, dass sich diese auch schon vor dem Eintreten des neuen Jugendförderungsgesetzes für den Erhalt aller Jugendeinrichtungen einsetzt. Es braucht mehr Jugendeinrichtungen und nicht weniger! Jugendeinrichtungen müssen vor den ProfitInteressen von Investor*innen geschützt werden und zwar langfristig! 
Am 06.04.2019 findet die große Mietenwahnsinn-Demo statt,welche gegen den Ausverkauf und für eine gerechte und soziale Stadt kämpft. Wir rufen dazu auf, sich am 06.04. um 12 Uhr der Demonstration am Alexanderplatz anzuschließen ! Drugstore und Potse beteiligen sich mit am Jugendblock, welcher an der Demospitze laufen wird. Gentrifizierung betrifft uns alle! Solidarität mit allen bedrohten Projekten, die um ihre Existenz zu fürchten haben!
Die Pressesprecher*innen von Drugstore und Potse
Presseemail: presse.drugstore.potse[at]online.de
Pressehandy 1: 01632462650
Pressehandy 2: 015750939824

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