Pressemitteilung 04.04.2019

 
Am 06.04.2019 wird um 12 Uhr auf dem Alexanderplatz die #Mietenwahnsinn Großdemonstration stattfinden.
Wir organisieren, mit weiteren gentrifizierungskritischen Jugendgruppen, den Jugendblock auf der #Mietenwahnsinn Demo. Der Jugendblock wird an der Spitze der Demonstration laufen.
In unserer besonders prekären Situation, in der Drugstore und Potse stecken, werden wir mit dem Jugendblock zeigen, dass wir Jugendliche die Verdrängung von unseren Jugendzentren nicht hinnehmen werden!
Wir Jugendliche sind besonders von der Gentrifizierung betroffen. Sei es, dass unsere Eltern umziehen müssen und wir aus unserem sozialen Umfeld raus gerissen werden, unsere Jugendzentren verdrängt werden oder wir einfach keine Wohnung finden, wenn wir ausziehen wollen.
Wir fordern die dauerhafte Sicherung aller Jugendeinrichtungen und das ab sofort und nicht erst, wenn frühestens 2020 das neue Jugendförderungsgesetz durch ist!
Wir rufen alle Jugendlichen und jungen Menschen auf, sich am Jugendblock auf der #Mietenwahnsinn Demonstration zu beteiligen!
Die Pressesprecher*innen von Drugstore und Potse
Presseemail: presse.drugstore.potse@online.de
Pressehandy 1: 01632462650
Pressehandy 2: 015750939824 

Kundgebung gegenüber Senatsverwaltung für Finanzen / 03.04.2019

Solidarität mit Potse & Drugstore

Computer brauchen keine Freiräume, Menschen schon

Die beiden ältesten, selbstverwalteten Jugendzentren Berlins, Potse und Drugstore, welche seit fast 50 Jahren Jugendlichen die Möglichkeit geben, gemeinsam,gleichberechtigt und selbstbestimmt die Räume und ihr Programm zu gestalten, stehen vor der Räumung, dem Aus.
Das Kollektiv des Drugstores hat die Schlüssel aufgrund rechtlicher Umstände bereits ausgehändigt und die Räumungsklage gegen die Potse ist erfolgt.

So weit so Scheiße!!!

Die Stadt Berlin hat seit Jahren versichert, dass sie adäquate Ersatzräume finden wird. Und tatsächlich gibt es solche gar nicht so weit entfernt von den alten Räumen.
Doch mittlerweile hat die Stadt trotz aller Versprechen verlauten lassen, dass es keine städtischen Räume geben wird.
Denn es gibt ein Problem! Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz!
Denn dieser meint,dass ein paar Plätze fürs Finanzamt wesentlich wichtiger für die Gesellschaft sind, als Räume in denen Jugendliche erfahren können, solidarisch und ohne Konkurrenz miteinander zu leben.
Doch offensichtlich geht es hier um etwas anderes. Der gute Finanzsenator will wie ein kleines störrisches Kind seinen Willen durchsetzen und zeigen, wer hier das Sagen und die Macht hat.
Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass eine mit einer großen Menge Macht und Ressourcen ausgestatte Einzelperson versucht, zwei der letzten Orte der Solidarität und Selbstbestimmung in Berlin, nun zu Objekten seiner Machtdemonstration zu machen.

Doch wir werden gemeinsam und solidarisch dagegen kämpfen!!!!
Wir fordern Matthias Kollatz auf die Räume den Kollektiven von Drugstore und Potse zu übergeben!

Wann: 03.04.2019, 15:30
Wo: Senatsverwaltung für Finanzen, Klosterstraße 59, 10179 Berlin

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