Tagebuch No. 7

Nach etwas längerer Pause gibt’s nun auch wieder einen Tagebucheintrag von uns. In der Zwischenzeit haben wir uns alle von unserem Festival im September erholt – an dieser Stelle nochmal ein riesiges Dankeschön an alle, die uns dabei auf unterschiedlichsten Wegen unterstützt haben oder einfach nur da waren und mit uns gefeiert haben!

Der September war auch sonst super ereignisreich, zwei Wochen nach unserem Festival, vom 25. bis 29.09., fanden die TuMalWat-Tage in Berlin statt. Häuser und andere Flächen wurden besetzt, Aktionen gestartet und wir haben ’ne Demo organisiert. Das war super, danke an alle Aktivistis, die Aktionen gestartet oder an ihnen teilgenommen haben.
Die Polizei hat sich mal wieder als Handlangerin von Investmentfirmen und Grundstückseigentümerinnen gezeigt, Menschen aus besetzten Häusern und Bäumen geräumt und auch auf unserer Demo eine Person festgenommen. Unterstützt die Menschen bei ihren Repressions-Kosten durch Spenden, wenn ihr könnt, oder durch Solipartys wie z.B. letzten Freitag in der Liebig34.
Und auch wenn die Aktionstage rum sind, bleibt das Motto so aktuell wie lange nicht mehr: Tut Mal Wat!

Auch im Oktober ist bereits einiges passiert: Das Drugstore hat seine erste Veranstaltung im Musik und Frieden organisiert, der Laden war voll und die Party super. Trotzdem fehlt dem MuF der Drugstore-Muff und uns fehlt weiterhin ein langfristiger Ort, an dem wir komplett autonom unsere Veranstaltungen schmeißen können!
In der Potse gab’s am 12.10. mal wieder ein Konzert, diesmal mit der Band E-Aldi, die in Berlin zu Besuch waren.
Das in die Rote Insel (Mansteinstraße) ausgelagerte Siebdrucklabor des Drugstores wurde auch diesen Monat intensiv genutzt, immer wieder entstehen neue Ideen für Patches, T-Shirt-Motive und vieles mehr.
Und inzwischen haben auch die Zirkus-Zecken, die sich jeden Montag treffen, einen Ort für die kalten Monate gefunden. Wenn ihr Lust habt, mitzumachen, kommt montags um 18 Uhr zum Supamolly!

Doch jetzt zu weniger schönen Neuigkeiten: Bisher sind wir davon ausgegangen, dass das Drugstore-Kollektiv noch in diesem Jahr mit dem Umzug in die Räume in der Potsdamer Str. 134-36 starten kann. Diese Woche durften wir jedoch erfahren, dass die Schadstoffsanierung dort immer noch nicht abgeschlossen ist – da hat uns die Hausverwaltung beim Gespräch vor einigen Monaten wohl falsch informiert? Zugesichert wurde uns nun, dass die Räume ab dem zweiten Quartal 2020, also frühestens ab April, bezugsfertig sein sollen. Wo bis dahin die für den Bezirk unverzichtbare selbstverwaltete Jugendarbeit stattfinden soll, darauf gab’s keine Antwort. Schönen Dank auch.

Langsam rücken die Gerichtstermine näher, an denen über die Räumungsklagen gegen das Syndikat, die Liebig34 und die Potse entschieden werden sollen. Letzte Woche Montag wurde die Gruppe DieselA von ihrem Wagenplatz geräumt und auch der Sabot Garden hat zur Zeit mit vermehrter Polizeipräsenz und damit dauernder Räumungsgefahr zu kämpfen.
Wir haben keinen Bock auf weitere Räumungen! Deshalb rufen wir zur kämpferischen interkiezionalen Demonstration am 02.11. auf! Die Häuser, Wohnungen, Läden, Plätze und Straßen denen, die sie brauchen! Startpunkte sind vor der Køpi, vorm Syndikat und auf dem Lausitzer Platz, jeweils um 17 Uhr. Haltet Augen und Ohren nach weiteren Terminen und Aktionen offen.

Eure Kollektive von Drugstore und Potse

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