Pressemitteilung 15.05.2019

Die Kollektive von Drugstore und Potse kritisieren, dass der Potse nun die Räumungsklage zugestellt wurde, obwohl keine adäquaten Ersatzräume zur Verfügung stehen. Als Zeichen des Protestes hat die Potse im zweiten Stock der Potsdamer Straße 180 ein Transparent mit der Aufschrift: „JUGENDARBEIT VERHINDERN – #SPDISTDIEANTWORT“ aufgehangen.
Des Weiteren wird die ehemalige Deutsche Bank Filiale im Finanzamt in der Potsdamer Straße 140 als mittelfristiges Ersatzobjekt für Konzerte und Proben eingefordert. Die Räume baut der Finanzsenator Matthias Kollatz zur Zeit für die Steuerprüfungsbehörde um. Als langfristiges Ersatzobjekt kommt nach den Jugendlichen nur der Hochbunker in der Pallasstraße in Frage.

++Danke, Schworck++

Wir, die Jugendzentren Drugstore & Potse, möchten uns bei dem Jugendstadtrat Oliver Schworck für die Räumungsklage gegen die Potse, welche uns die Tage erreicht hat, bedanken.
In vorauseilenendem Gehorsam hat der Jugendstadtrat für den Bezirk Tempelhof-Schöneberg eine Räumungsklage gegen das selbstverwaltete&autonome Jugendzentrum Potse eingereicht, obwohl er in vorherigen Gesprächen und Interviews beteuert hat, dass niemandem (inklusive ihm) an einer Räumung gelegen sei. Wichtig dabei ist zu wissen, dass den Kollektiven zu keinem Zeitpunkt adäquate Ersatzräume zur Verfügung gestellt wurden und bis dato auch nicht stehen. Gemeint sind Ersatzräume für beide Jugendzentren, in welchen wir alle bisherigen Nutzungen, inklusive der Proberäume und Konzerträume, umsetzen können.
Bis solche Räume zur Verfügung stehen wird die Potse, wie auch in den vorherigen Jahrzehnten, weiterhin Jugendarbeit in den Räumen in der Potsdamer Straße 180 leisten.
Besonders in den letzten fünf Monaten nutzten weit über hundert Jugendliche wöchentlich die Räume im zweiten Obergeschoss!

Es ist erschreckend festzustellen, dass der Senat nicht in der Lage zu sein scheint, Räume für eine so wichtige und einzigartige Jugendarbeit zu finden. Selbstverwaltung & Partizipation sind Themen, die wieder mehr an Bedeutung gewinnen und vor allem in der Arbeit mit Jugendlichen & jungen Erwachsenen ein neues Hoch erleben. So haben ehrenamtliche Mitarbeiter*innen der Kollektive aktiv an Projekten im Bezirk Tempelhof-Schöneberg mitgewirkt, um die von ihnen gelebte & erfolgreiche Selbstverwaltung auch anderen Trägern näher zu bringen.
Es ist daher besonders besorgniserregend, dass es dennoch keine weiteren Aussichten, als eine kurzfristige Lösung für nur eines der beiden Jugendzentren gibt.
Vorallem, da uns zwei Regierungsparteien in unseren Forderungen unterstützen (Linke und Grüne) aber die SPD, namentlich der Finanzsenator Matthias Kollatz, aktiv gegen eine Lösung arbeitet.
In den Räumlichkeiten der Potsdamer Straße 140 möchte der Finanzsenator nun eine Steuerprüfungsbehörde einrichten, statt die Räume wie angekündigt den Kollektiven zur vorübergehenden Nutzung für Konzerte und Proben zur Verfügung zu stellen.
Trotz unserem Protest am 03.05.2019, bei dem es auch zu unnötiger und überzogener Polizeigewalt kam (sowohl verbal als auch körperlich), hat sich der Finanzsenator bisher zu keinen Gesprächen bereit gezeigt.

Die Gespräche zu der Potsdamer Str. 140 stehen dementsprechend weiter aus.
Für die Potsdamer Str. 134-136 steht das Jugendzentrum Drugstore im Gespräch mit dem Bezirks- & und Jugendamt.
Die ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen haben finale Änderungsvorschläge am übermittelten Vertrag vorgenommen und dem BA/JA zur Sichtung gereicht.
Erst sobald diese Änderungen übernommen wurden, kann das Drugstore die Mietverträge für die Räume in der Potsdamer Str. 134-136 unterschreiben und die vom Bezirksamt angeordneten Baumaßnahmen beginnen.
Das bedeutet, dass die Jugendzentren voraussichtlich bis Ende des Jahres keine feste Bleibe haben. Die Zusage des Bezirkamtes, dass die Räume bis Mitte des Jahres bezugsfertig seien, ist damit hinfällig.

Bei der Potsdamer Str. 134-136 handelt es sich weiterhin nur um eine kurzfristige Lösung, in der wir weder Konzerte, noch Partys, noch Proben stattfinden lassen können!
Wir fordern eine mittelfristige Lösung für alle unsere Angebote – und zwar sowohl für das Drugstore, als auch für die Potse!
Um langfristig unterzukommen gibt es nur eine naheliegende Lösung – den Hochbunker in der Pallasstr.

Deshalb fordern wir:
Kollatz, rück die Potsdamer Str. 140 raus!
Oltmann, gib endlich den Bunker frei!

Die Potse bleibt solange in der Potsdamer Str. 180, bis es adäquate Ersatzräume für beide Jugendzentren gibt!

Wenn ihr uns unterstützen wollt, kommt jeden 2. und 4. Montag im Monat um 18 Uhr in die Potse zum Unterstützer*innen-Treff.

Die Pressesprecher*innen von Drugstore und Potse

Pressemail: presse.drugstore.potse@online.de
Pressehandy 1: 01632462650
Pressehandy 2: 015750939824

Pressemitteilung 02.05.2019

Drugstore & Potse rufen zur Kundgebung am 03.05.2019 auf
Am 03.05.2019 gehen die Kollektive vom Drugstore und der Potse auf die Straße – genauer gesagt auf die Potsdamer Straße, vor die Hausnummer 140.
Denn dort sollten Proberäume und ein Konzertraum für die beiden Jugendzentren zur Verfügung gestellt werden.
Zusammen mit den Flächen in der Potsdamer Str. 134-136 sollte den beiden Jugendzentren ein vorläufiger Ersatz für die verloreren Räumlichkeiten in der Potsdamer Str. 180 geboten werden.
Unweit vom ehemaligen Standort entfernt, direkt neben der Potsdamer Str. 134-136 und immer noch im Schöneberger Norden.
Doch daraus wurde nichts!
Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) hat Eigenbedarf angemeldet und will nun statt Jugendträumen & Jugendräumen eine Steuerprüfungsbehörde wahr werden lassen.
Seit mehr als 5 Monaten ist das Kollektiv des Drugstores aus der Potsdamer Str. 180 raus und sitzt damit seitdem auf der Straße!
Seit mehr als 5 Monaten protestiert das Kollektiv der Potse in ihren Räumen in der Potsdamer Str. 180 für adäquate Ersatzräumlichkeiten für beide Jugendzentren!
Seit mehr als 5 Monaten haben über 10 junge Bands keine Möglichkeiten sich auszuleben und ihre Instrumente in angemessen Räumlichkeiten zu üben!
Seit mehr als 5 Monaten können beide Jugendzentren keine Partys oder Konzerte mehr verwirklichen! 
Das sind über 70 Veranstaltungen, die den Jugendlichen verwehrt blieben! 
Veranstaltungen, bei denen sie Selbstverwaltung und Selbstverwirklichung leben & erleben können.
Wo sich junge Bands das erste Mal auf eine Bühne wagen dürfen, ohne Kosten & Bevormundung.
Eine Bereicherung für Schöneberg und ganz Berlin, die einfach nicht ermöglicht wird.
Das haben wir satt!
In Zeiten in denen es kaum noch Orte gibt, an denen Jugendliche laut sein dürfen, werden wir umso lauter sein und tragen unseren Protest auf die Straße.
Deshalb kommt am 03.05.2019 zur Kundgebung vor der Potsdamer Str. 140 – von 16-20 Uhr!
Mit Redebeiträgen von weiteren bedrohten Projekten.
Unsere Forderung ist und bleibt: Kollatz, rück‘ die Potsdamer Str. 140 raus, aber schnell!
Die Pressesprecher*innen von Drugstore & Potse
Pressemail: presse.drugstore.potse@online.de
Pressehandy 1: 01632462650
Pressehandy 2: 015750939824 

Pressemitteilung 04.04.2019

 
Am 06.04.2019 wird um 12 Uhr auf dem Alexanderplatz die #Mietenwahnsinn Großdemonstration stattfinden.
Wir organisieren, mit weiteren gentrifizierungskritischen Jugendgruppen, den Jugendblock auf der #Mietenwahnsinn Demo. Der Jugendblock wird an der Spitze der Demonstration laufen.
In unserer besonders prekären Situation, in der Drugstore und Potse stecken, werden wir mit dem Jugendblock zeigen, dass wir Jugendliche die Verdrängung von unseren Jugendzentren nicht hinnehmen werden!
Wir Jugendliche sind besonders von der Gentrifizierung betroffen. Sei es, dass unsere Eltern umziehen müssen und wir aus unserem sozialen Umfeld raus gerissen werden, unsere Jugendzentren verdrängt werden oder wir einfach keine Wohnung finden, wenn wir ausziehen wollen.
Wir fordern die dauerhafte Sicherung aller Jugendeinrichtungen und das ab sofort und nicht erst, wenn frühestens 2020 das neue Jugendförderungsgesetz durch ist!
Wir rufen alle Jugendlichen und jungen Menschen auf, sich am Jugendblock auf der #Mietenwahnsinn Demonstration zu beteiligen!
Die Pressesprecher*innen von Drugstore und Potse
Presseemail: presse.drugstore.potse@online.de
Pressehandy 1: 01632462650
Pressehandy 2: 015750939824 

Kundgebung gegenüber Senatsverwaltung für Finanzen / 03.04.2019

Solidarität mit Potse & Drugstore

Computer brauchen keine Freiräume, Menschen schon

Die beiden ältesten, selbstverwalteten Jugendzentren Berlins, Potse und Drugstore, welche seit fast 50 Jahren Jugendlichen die Möglichkeit geben, gemeinsam,gleichberechtigt und selbstbestimmt die Räume und ihr Programm zu gestalten, stehen vor der Räumung, dem Aus.
Das Kollektiv des Drugstores hat die Schlüssel aufgrund rechtlicher Umstände bereits ausgehändigt und die Räumungsklage gegen die Potse ist erfolgt.

So weit so Scheiße!!!

Die Stadt Berlin hat seit Jahren versichert, dass sie adäquate Ersatzräume finden wird. Und tatsächlich gibt es solche gar nicht so weit entfernt von den alten Räumen.
Doch mittlerweile hat die Stadt trotz aller Versprechen verlauten lassen, dass es keine städtischen Räume geben wird.
Denn es gibt ein Problem! Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz!
Denn dieser meint,dass ein paar Plätze fürs Finanzamt wesentlich wichtiger für die Gesellschaft sind, als Räume in denen Jugendliche erfahren können, solidarisch und ohne Konkurrenz miteinander zu leben.
Doch offensichtlich geht es hier um etwas anderes. Der gute Finanzsenator will wie ein kleines störrisches Kind seinen Willen durchsetzen und zeigen, wer hier das Sagen und die Macht hat.
Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass eine mit einer großen Menge Macht und Ressourcen ausgestatte Einzelperson versucht, zwei der letzten Orte der Solidarität und Selbstbestimmung in Berlin, nun zu Objekten seiner Machtdemonstration zu machen.

Doch wir werden gemeinsam und solidarisch dagegen kämpfen!!!!
Wir fordern Matthias Kollatz auf die Räume den Kollektiven von Drugstore und Potse zu übergeben!

Wann: 03.04.2019, 15:30
Wo: Senatsverwaltung für Finanzen, Klosterstraße 59, 10179 Berlin

twitter.com/BuendnisZRVberlin
facebook.com/zwangsraeumungverhindern
zwangsraeumungverhindern.org

zwangsraeumungverhindern@riseup.net

Pressemitteilung Drugstore und Potse 26.03.2019

++Räumungstitel für den Potze e.V. beantragt++Keine Flächen von der BIM++ Vertragsverhandlungen für die Potsdamer Str. 134-136+++
Am 18.03.2019 hat der Jugendstadtrat Oliver Schworck (SPD) beim Amtsgericht den Räumungstitel gegen den Potze e.V. beantragt. Damit ist es offiziell: die Potse soll geräumt werden, auch wenn die SPD betont hat, dass eine Räumung nicht gewollt sei. Der Weg bis zur Räumung ist zum Glück ein langer, aber das Zeichen, welches damit gesetzt wird, ist ein schlechtes. Entgegen aller Versprechen und Beteuerungen soll nun auch das zweite Jugendzentrum auf die Straße gesetzt werden. 
Denn es gibt weiterhin keine neuen Räumlichkeiten für die selbstverwalteten Jugendzentren Drugstore und Potse! Es wurde den Jugendzentren mitgeteilt, dass in den landeseigenen Objekten  des Berliner Immobilienmanagements keine freien Flächen für die beiden Jugendzentren und ihre Raumnutzungskonzepte vorhanden seien. Das bedeutet, dass für die weitere Raumsuche nur noch halbstaatliche oder private Eigentümer*innen in Frage kommen und wir wissen ja alle, wie das bisher geendet ist.
Auch wird inzwischen mit den Umbauarbeiten von der Potsdamer Straße 140 begonnen, aber nicht für die dringend benötigten Räume für Jugendarbeit, sondern für den Finanzsenator Matthias Kollatz  (SPD).
Derweil befindet sich das Jugendzentrum Drugstore in den Vertragsverhandlungen mit dem Jugendamt für die Potsdamer Straße 134-136, in der eine leise Nutzung stattfinden kann. Es wurde ein Vertrag in Zusammenarbeit mit der Gewobag vorgelegt. Dieser Vertrag befindet sich gerade in der Anpassung. Die Bauarbeiten, welche zur Jahresmitte fertiggestellt werden sollten, wurden bis dato noch nicht einmal angefangen , womit das Jugendzentrum bis voraussichtlich zum Ende des Jahres auf der Straße sitzen wird. Die ehrenamtliche Mitarbeiter*in Paula sagt dazu:“Die Enttäuschung ist groß, sehr groß. Das Jugendamt, auf das wir angewiesen sind, konnte uns nicht vor dem Exil retten. Gleichzeitig müssen wir weiter verhandeln, als wäre nichts gewesen. Der psychische Stress ist enorm, für alle.“
Scheres (SPD), hat im Hauptausschuss vom Abgeordnetenhaus, in der ersten Lesung des kommenden Jugendförderungsgesetzes gesagt, dass mit diesem Gesetz nie wieder ein Jugendzentrum geschlossen wird. Kollatz (SPD) hingegen verhindert, dass es eine Lösung geben wird. Wir fordern von der SPD, dass sich diese auch schon vor dem Eintreten des neuen Jugendförderungsgesetzes für den Erhalt aller Jugendeinrichtungen einsetzt. Es braucht mehr Jugendeinrichtungen und nicht weniger! Jugendeinrichtungen müssen vor den ProfitInteressen von Investor*innen geschützt werden und zwar langfristig! 
Am 06.04.2019 findet die große Mietenwahnsinn-Demo statt,welche gegen den Ausverkauf und für eine gerechte und soziale Stadt kämpft. Wir rufen dazu auf, sich am 06.04. um 12 Uhr der Demonstration am Alexanderplatz anzuschließen ! Drugstore und Potse beteiligen sich mit am Jugendblock, welcher an der Demospitze laufen wird. Gentrifizierung betrifft uns alle! Solidarität mit allen bedrohten Projekten, die um ihre Existenz zu fürchten haben!
Die Pressesprecher*innen von Drugstore und Potse
Presseemail: presse.drugstore.potse@online.de
Pressehandy 1: 01632462650
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Sterndemo am 02.03.2019 – Schöneberg muss bezahlbar bleiben! / Hoch die interkiezionale Solidarität!

Schöneberg muss bezahlbar bleiben! Gentrifizierung betrifft uns alle! Sei es, dass kleine Kiezläden wegen Mieterhöhungen verdrängt werden, kein Raum für Jugendarbeit zur Verfügung steht oder, dass sich Einwohner*innen die Mieten nicht mehr leisten können.

Am 31. Dezember 2018 sind jedoch die Mietverträge von zwei der ältesten selbstverwalteten Jugendzentren Berlins ausgelaufen: Drugstore (seit 1972) und Potse (seit 1979). Beide Zentren sind stadtweit bekannt geworden durch wöchentliche Konzerte bei immer freiem Eintritt, sowie ein kostenfreies Angebot an Proberäumen, Foto- und Siebdrucklaboren sowie politische Informations-und Aktionsangebote.

Seit Jahren beobachten wir die sogenannte „Aufwertung“ unserer Kieze. Alteingesessene werden durch ‚profitablere‘ Geschäfte, Büroräume und unbezahlbare Eigentumswohnungen ‚ersetzt‘. Dieser Entwicklung steht die Berliner und Schöneberger Politik seit Jahren entweder ohnmächtig oder aber schlicht unfähig gegenüber.
Wir dürfen die Erhaltung unserer Kieze nicht länger dem Wohlwollen der Lokalpolitik und den auf Profit ausgerichteten Investor*innen überlassen. Sie haben gezeigt, dass eine sozial verträgliche Stadtpolitik nicht in ihrem Interesse ist. Nehmen wir uns unseren Kiez und gestalten wir ihn selber.

Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg hat bisher trotz jahrelangem Wissen um die drohende Schließung und entgegen vorherigen Versprechungen keine
adäquaten Ersatzräumlichkeiten zur Verfügung gestellt, in denen die Aufrechterhaltung der unkommerziellen Angebot beider Jugendzentren möglich wäre. Das Kollektiv des Drugstores hat am 31. Dezember 2018 aus Rücksicht auf den Trägerverein SSB e.V. seine Räumlichkeiten verlassen und die Schlüssel an den Bezirk übergeben. Die Potse, welche nicht im SSB e.V. organisiert ist,
hat sich dazu entschieden, ihre Räumlichkeiten nicht zu verlassen. Aktivist*innen halten sich weiterhin in diesen Räumlichkeiten auf und werden sie nicht verlassen, ehe eine dauerhafte existenzsichernde Lösung für beide Jugendzentren gefunden ist.

Daher rufen wir dazu auf, sich der Sterndemonstration
am 2. März anzuschließen!
Startkundgebung: Potsdamer Straße / Pallasstraße, 13 Uhr

Hier der Aufruf  der Interkiezonalen (Link):

Seit Jahresbeginn sind die Räume der Liebig34, der Potse und des Syndikats ohne Miet- oder Pachtverträge. Bei der Liebig34 war wegen ihrer Ankündigung damit zu rechnen, dass sie bleiben, so dass Padovicz vorsorglich Räumungsklage eingereicht hat, bei den anderen kam es eher überraschend. So sei der Bezirk Tempelhof-Schöneberg kalt erwischt worden, als die Potse ihre Räume nicht für ein schlechtes Ersatzobjekt aufgeben wollte. Was die Pears Global sich gedacht hat als das Syndikat nicht ausgezogen ist, bleibt Spekulation, da sie sich von Beginn an Gesprächen verweigert hat und jede Kommunikation abbricht sobald das Wort „Syndikat“ fällt. Vermutlich werden sie sich nicht gefreut haben. Schließlich haben sie nun auch Räumungsklage eingereicht.

Tja, des einen Leid, ist des anderen Freud! Wir freuen uns sehr darüber, dass diese Räume noch erhalten sind.

Aber Spaß beiseite. Weiterhin ist die Großbeerenstraße 17a besetzt, eine der wenigen Neubesetzungen, die sich überhaupt länger halten konnte. Die Eigentümerin überlegt sich zwar ständig was neues, wofür sie die Räumlichkeiten bräuchten, aber auf die Idee sie einfach den Besetzer*innen zu überlassen wollen sie wohl nicht kommen. Daher ist es da auch ungewiss wie lang es noch dauert bis ihnen einfällt, dass sie die Besetzer*innen eigentlich gar nicht haben wollen. Die Meuterei verliert ihr Verträge Ende Mai diesen Jahres.

Bei der Rigaer94 ist weiterhin alles unklar und wir können nur abwarten, was sich Neues in den Hinterzimmern überlegt wird, wie man sie loskriegt.

Die Lage bleibt für eben jene, aber auch viele andere Projekte weiter unsicher und weitere Entscheidungen sind noch nicht getroffen. Da Innensenator Geisel wohl nicht die gleichen Fehler begehen möchte wie sein Vorgänger, konnte davon ausgegangen werden, dass etwaige Räumungen nur mit richterlichen Beschlüssen durchgeführt werden. Aber die brauchen eben ihre Zeit.

Dem ungeachtet mahlen die Mühlen der Stadtumstrukturierung weiter. Häuser werden verkauft, gekauft, systematisch zerstört, geräumt, saniert, entmietet, lusxussaiert, in Eigentum umgewandelt usw. usf. Menschen werden zwangsgeräumt, Mieten erhöht und wer darin keinen Platz mehr zum Wohnen findet, hat halt Pech gehabt und hier eh nix verloren.

Wir, als Interkiezionale rufen dazu auf sich solidarisch mit den bedrohten Projekten zu zeigen und den Ausführenden dieser “Stadtumstrukturierung der Reichen” zu verdeutlichen, was es bedeutet wenn wir wütend sind. Für unsere Wut müssen wir alle die uns passenden Vehikel finden.

Gleichzeitig wollen wir einen Moment der kollektiven Solidarität und Interkiezionalität ermöglichen.

Daher rufen wir dazu auf, am 2. März zur Kundgebung mit Konzert und anderen Aktivitäten am Lausitzer Platz um 17 Uhr zu kommen.

Doch kommt nicht allein. Schließt euch den Demonstrationen der Potse und des Drugstores aus Schöneberg, der Liebig34 aus Friedrichshain, des Syndikats aus Neukölln oder der Großbeerenstraße 17a oder der Meuterei aus Kreuzberg an.

Oder bringt euren eigenen Kiez mit einer Demo oder einer gemeinsamen Anreise dorthin.

Seid kreativ ob als Fahrrad-Demo, Kiezspaziergang, Tagtanzdemo oder was auch immer. Zeigt euch auf der Straße, behindert den alltäglichen Fluss und zeigt eure interkiezionale Solidarität.

Für Details wartet auf weitere Ankündigungen auf Indymedia oder https://interkiezionale.noblogs.org/ . Oder fragt bei eurem Projekt des Vertrauens direkt nach. Meldet euch gern unter interkiezionale@riseup.net (PGP findet ihr auf der homepage) wenn wir euren Startpunkt mitveröffentlichen sollen.

Für ein kleines bisschen Chaos in der Ordnung.
Gegen die Stadt der Reichen! Hoch die Interkiezionale Solidarität!
One struggle, one fight!

  • Schöneberg: 13:00 Uhr | Potsdamer Str./Pallasstraße
  • Schöneberg: 15:30 Uhr | Großbeerenstr. 17a
  • Neukölln: 15:00 Uhr | Weise- / Ecke Herrfurthstraße (Neuköllner Aufruf)
  • Friedrichshain: 15:30 Uhr | Kiezspaziergang vom Dorfplatz
  • Kreuzberg: 16:00 Uhr | Kiezspaziergang vom Reichenberger Str. 58
  • Kreuzberg: 17:00 Uhr | Kundgebung im Lausitzer Platz

Pressemitteilung Drugstore & Potse 21.02.19

+Räumungstitel wird beantragt++

In der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg vom 20.02.2019 hat das Jugendamt, vertreten durch den Jugendstadtrat Oliver Schworck (SPD) bestätigt, dass der Bezirk eine Räumungsklage gegen den Potze e.V. einreichen wird. Erste Berichte dazu waren am 20.02.2019 im Tagesspiegel zu lesen. Den Kollektiven wurde dies im Vorfeld, vor der Berichterstattung, nicht mitgeteilt. Begründet wird der Räumungstitel mit noch nicht geprüften und absurd hohen Schadensersatzforderungen der Eigentümerseite. Es wird hier von 5stelligen Summen gesprochen.

Diese Aussage steht komplett gegenteilig zu dem, was noch am 12.02.2019 in der Presse zu lesen war: „Niemandem sei an einer Eskalation durch ein[e] Räumung gelegen, sagt Schworck.“ – Quelle: https://leute.tagesspiegel.de/…/02/12/68…/immer-wiederpotse/

Des Weiteren bleibt die Potsdamer Str. 134-136 für sich alleine noch kein adäquates Ersatzobjekt für die zwei Jugendzentren, für das die Potse-Aktivist*innen seit dem 31.12.2018 die Räume in der Potsdamer Str. 180 nicht an den*die Eigentümer*in übergeben. Abgesehen davon, dass nur ein kleiner Teil der Angebote, die in der Potsdamer Str. 180 möglich waren, in der Potsdamer Str. 134 -136 umgesetzt werden könnten, ist außerdem nicht klar, wann die Räume bezugsfertig sind – vermutlich nicht vor Sommer 2019. Den Jugendlichen wird vorgehalten, dass das Geld, welches für den Umbau genutzt werden sollte, nun in die weitere Nutzung der Potsdamer Str. 180 investiert werden muss.

Die Ankündigung einer Räumungsklage, ohne dass das Land Berlin oder der Bezirk adäquate Ersatzräume zur Verfügung gestellt hat, ist unverantwortlich gegenüber den ehrenamtlich arbeitenden Jugendlichen, die, bezogen auf das Drugstore-Kollektiv, schon jetzt ohne eigene Räumlichkeiten seit mehr als 50 Tagen buchstäblich auf der Straße sitzen!

Wir fordern, dass die Potsdamer Straße 140 endlich vom Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) für die Jugendarbeit freigegeben wird! Wir fechten die Entscheidungen des Portfolio-Ausschusses an, dass das Gebäude nur für Verwaltung verwendet werden kann! Eine politische Entscheidung wie diese kann immer revidiert werden!

Wir rufen alle dazu auf, gegen eine drohende Räumung von der Potse und für den Erhalt des Drugstores, am 02.03.2019 auf die Straße zu gehen. Wir treffen uns in Schöneberg und werden im Rahmen der „Interkiezionale“ Sterndemo zum Lausitzer Platz laufen, damit unser Bezirk bezahlbar und alternative Jugendkultur erhalten bleibt!

Die Pressesprecher*innen von Drugstore und Potse

Presseemail: presse.drugstore.potse@online.de

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Pressemitteilung 08.02.2019

Pressemitteilung Drugstore & Potse

08.02.2019

++Kein Ergebnis nach Gesprächen mit der BIM++Flughafen Tempelhof als Option vom Tisch++

Am 28.01.2019 haben sich Vertreter*innen der Kollektive von Drugstore und Potse, sowie verschiedene Kiezinitiativen, mit der Geschäftsführung der BIM getroffen, um über die Potsdamer Str. 140 zu sprechen. Die BIM sieht in Bezug auf das Objekt, eine seit Jahren leerstehende Bankfiliale, einen Sachzwang, der aus ihrer Sicht nicht zu überwinden wäre. Es geht dabei um die Regelung, dass Liegenschaften im Sondervermögen, wie die Potsdamer Str. 140 es ist, den Behörden zur Verfügung gestellt werden müssen, wenn sie Bedarfsanfragen stellen. Daher würde eine Nutzung für Drugstore und Potse nicht in Aussicht stehen. Der Brandschutz hingegen wäre kein Hinderungsgrund, der mit einer, wenn auch nicht unaufwändigen, Umbaumaßnahme zu realisieren wäre.

Da es in diesem konkreten Fall um eine kleine Anzahl an Arbeitsplätzen für das Finanzamt geht, ist es für uns nicht nachvollziehbar, wieso für die Bedarfe des Finanzamts nicht ein anderer, geeigneterer Ort gefunden werden kann, als eine Ladenfläche. Im Gegensatz dazu wäre die Potsdamer Str. 140 ein den Umständen entsprechend guter Ort für die Jugendzentren, da dort laute Nutzungen nach 18 Uhr möglich sind und es sich in direkter Nähe zu dem bereits vom Bezirk angemieteten Objekt, der Potsdamer Str. 134-136, befindet.

Da die Entscheidung, die dies herbeigeführt hat, aber auf politischer Ebene festgelegt wurde, ist es bei einem ausreichenden Interesse von Seiten der Landesregierung möglich, dies zu ändern. Keine politische Entscheidung ist unumstößlich! Wir fordern, dass es in Sonderfällen möglich sein muss, Immobilien aus dem Sondervermögen der BIM für die soziale Infrastruktur dieser Stadt zur Verfügung zu stellen! Des Weiteren fordern wir vom Finanzsenator Kollatz, dass er die Räume in der Potsdamer Str. 140 für die selbstverwalteten Jugendzentren Drugstore und Potse zur Verfügung stellt. Sei es auch nur für einige Jahre, bis ein adäquates Ersatzobjekt, wie zum Beispiel der in der Öffentlichkeit bereits erwähnte Bunker in der Pallasstr., bezugsfertig wäre.

Da nach einem Gespräch mit der Tempelhof Projekt GmbH am 06.02.2019 klar wurde, dass kurzfristig keine Konzerte im ehemaligen Flughafengebäude zu realisieren sind, ist es umso wichtiger, dass die Potsdamer Str. 140 für Jugendarbeit zur Verfügung gestellt wird.

Pressekontakt:

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