Pressemitteilung 08.02.2019

Pressemitteilung Drugstore & Potse

08.02.2019

++Kein Ergebnis nach Gesprächen mit der BIM++Flughafen Tempelhof als Option vom Tisch++

Am 28.01.2019 haben sich Vertreter*innen der Kollektive von Drugstore und Potse, sowie verschiedene Kiezinitiativen, mit der Geschäftsführung der BIM getroffen, um über die Potsdamer Str. 140 zu sprechen. Die BIM sieht in Bezug auf das Objekt, eine seit Jahren leerstehende Bankfiliale, einen Sachzwang, der aus ihrer Sicht nicht zu überwinden wäre. Es geht dabei um die Regelung, dass Liegenschaften im Sondervermögen, wie die Potsdamer Str. 140 es ist, den Behörden zur Verfügung gestellt werden müssen, wenn sie Bedarfsanfragen stellen. Daher würde eine Nutzung für Drugstore und Potse nicht in Aussicht stehen. Der Brandschutz hingegen wäre kein Hinderungsgrund, der mit einer, wenn auch nicht unaufwändigen, Umbaumaßnahme zu realisieren wäre.

Da es in diesem konkreten Fall um eine kleine Anzahl an Arbeitsplätzen für das Finanzamt geht, ist es für uns nicht nachvollziehbar, wieso für die Bedarfe des Finanzamts nicht ein anderer, geeigneterer Ort gefunden werden kann, als eine Ladenfläche. Im Gegensatz dazu wäre die Potsdamer Str. 140 ein den Umständen entsprechend guter Ort für die Jugendzentren, da dort laute Nutzungen nach 18 Uhr möglich sind und es sich in direkter Nähe zu dem bereits vom Bezirk angemieteten Objekt, der Potsdamer Str. 134-136, befindet.

Da die Entscheidung, die dies herbeigeführt hat, aber auf politischer Ebene festgelegt wurde, ist es bei einem ausreichenden Interesse von Seiten der Landesregierung möglich, dies zu ändern. Keine politische Entscheidung ist unumstößlich! Wir fordern, dass es in Sonderfällen möglich sein muss, Immobilien aus dem Sondervermögen der BIM für die soziale Infrastruktur dieser Stadt zur Verfügung zu stellen! Des Weiteren fordern wir vom Finanzsenator Kollatz, dass er die Räume in der Potsdamer Str. 140 für die selbstverwalteten Jugendzentren Drugstore und Potse zur Verfügung stellt. Sei es auch nur für einige Jahre, bis ein adäquates Ersatzobjekt, wie zum Beispiel der in der Öffentlichkeit bereits erwähnte Bunker in der Pallasstr., bezugsfertig wäre.

Da nach einem Gespräch mit der Tempelhof Projekt GmbH am 06.02.2019 klar wurde, dass kurzfristig keine Konzerte im ehemaligen Flughafengebäude zu realisieren sind, ist es umso wichtiger, dass die Potsdamer Str. 140 für Jugendarbeit zur Verfügung gestellt wird.

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Pressemitteilung zum eskalierten Polizeieinsatz am 25.01.2019

Am Freitag den 25.01.2019 fand vor der Potsdamer Str. 180 eine Krach und Tanzdemo statt, an der sich über 60 Personen beteiligten. Da die Mietverträge der beiden Jugendzentren Potse und Drugstore nicht verlängert wurden, gab es schon zahlreiche Protestaktionen. Die Demonstrationen und Kundgebungen verliefen bisher ohne größere Komplikationen und im Einvernehmen mit der Polizei. Die Dauerkundgebung vor der Potse konnte durchgehend stattfinden und Menschen wurden bis auf einzelne Zwischenfälle von der Polizei und Ordnungsamt in Ruhe gelassen.

Bei der Tanzveranstaltung am Freitag war die 14. Einsatzhundert mit mehreren Mannschaftswägen anwesend. Auffällig war, dass die Polizei die Veranstaltung, wie in einem Polizeikessel, dauerhaft umstellte.

Die jugendlichen Teilnehmer*innen der Veranstaltung wurden von Anfang an von der Polizei bedrängt und kriminalisiert. Zu Beginn der Kundgebung nahm die Polizei eine Person aus der Kundgebung aus uns unbekannten Gründen fest. Im weiteren Verlauf provozierte und schikanierte die Polizei die Jugendlichen in verschiedener Weise; sie hielten Personen vom Verlassen der Kundgebung ab, hielten Personen unbegründet fest und sperrten daraufhin den Weg für längere Zeit in Richtung Bülowstraße komplett. Die Jugendlichen konnten ihr Recht auf Toiletten nicht nutzen und wurden von der Polizei nur wegen der bloßen Teilnahme an der politischen Veranstaltung kriminalisiert.

Dass die Jugendlichen bei einer Tanzveranstaltung nicht nur Tee sondern auch Bier konsumieren ist normal und kein Grund fünf Menschen zu verhaften.

Dass es überhaupt zu einer solchen Situation kommen konnte, ist allein dem Bezirk und Senat verschuldet, welcher Jugendzentren aus ihren Räumen verdrängt und ihrem Auftrag adäquate Ersatzräume zu beschaffen nicht nachkommt.

Hier ein Video eines Twitter-Nutzers, der die Situation eingefangen hat:

Pressemitteilung und aktueller Stand vom 25.01.2019

++ Drugstore im Exil ++ Potse weiterhin im Besitz der Räumlichkeiten ++ Flughafen Tempelhof als Option? ++ 1. Frist verstrichen ++

Seit 25 Tagen sitzt das älteste selbstverwaltete Jugendzentrums Berlins, das Drugstore im ssb e.V., auf der Straße. Seit 25 Tagen weigern sich die Aktivist*innen der Potse, ein etwas jüngeres aber dennoch eingesessenes autonomes Jugendzentrum, die Räume in der zweiten Etage Potsdamer Str. 180 in Berlin-Schöneberg zu verlassen.

Die Forderung: der Potze e.V. bleibt solange im Besitz der Räumlichkeiten, bis der Bezirk Tempelhof-Schöneberg oder die Stadt Berlin adäquate Ersatzräumlichkeiten für BEIDE Jugendzentren gefunden hat, die alle bisherigen gestellten Anforderungen erfüllen. Dazu gehören die Möglichkeiten einer lärmintensiven Nutzung durch Konzerte, Partys und Proberäume, sowie Werkstätten. Dazu gehört aber auch die Bewahrung der Autonomität beider Jugendzentren, zu denen jeweils ein Kollektiv in Selbstverwaltung gehört. Außerdem muss der Bezirk und/oder der

Senat eine langfristige Lösung erarbeiten, um den ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen eine Zukunft aufzuzeigen.

Alle bisher vorgestellten Optionen stellen lediglich kurzfristige Lösungen dar.

Die Nutzung der Räumlichkeiten in der Potsdamer Str. 134 wurde von den Kollektiven nur angenommen, wenn sie für lärmintensive Nutzung die Potsdamer Str. 140 in Kombination mit der Potsdamer Str. 134 nutzen können. Nachdem der Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) eine Nutzung durch die Jugendzentren aber ausgeschlossen hat, und nun seine Finanzschule dort einmieten will, wurden die Räume in der Potsdamer Str. 134 trotzdem angemietet und die Forderungen der Kollektive an dem Punkt übergangen. Wir wollen und brauchen beide Objekte, um unsere Arbeit wieder komplett aufnehmen zu können! Diverse Nachbarschaftsinitiativen und die Kollektive bemühen sich zum gegebenen Zeitpunkt um ein Gespräch mit dem Finanzsenator Matthias Kollatz.

Wir möchten dazu auch einen Auszug eines Beitrags des Wahlberliners (https://derwahlerbliner.com), vom 02.01.2019 zitieren: „Was wir bisher wissen, ist, dass die Ersatzräume, die man in der Potsdamer Straße 134/136 anbieten will, aufgrund ihres Mangels an Größe und Möglichkeit, für Konzerte zu proben und sie durchzuführen, diese einmalige Jugendarbeit zu einer Art Nachbarschaftstreff für gezähmte junge Menschen zusammenfalten möchte.“

Dem haben wir nichts hinzuzufügen.

Die nächste Option stellen zwei Räume in zwei Hangars im ehemaligen Flughafen Tempelhof dar. Hier stellt sich der Bezirk eine Nutzung von 1-2 Konzerten im MONAT vor. Zum Vergleich: Drugstore und Potse haben jeweils zeitweise 1-3 Konzerte in der WOCHE veranstaltet. Hinzu kommt, dass ein Hangar zum gegebenen Zeitpunkt durch eine Sportgruppe und Geflüchteteninitiativen genutzt wird. Das bedeutet, dass den Kollektiven keine eigenen Räumlichkeiten zur Verfügung stehen würden, sondern nur eine gemeinsame genutzte Fläche. Das stellt alleine bei der Technik ein großes Hindernis dar, da diese vor und nach jeder Veranstaltung auf- und abgebaut werden müsste. Eine weitere Schwierigkeit in unserer Funktion als Schutz- und Freiräume, ist die 24 Std. Überwachung durch einen internen Sicherheitsdienst. Eine Überwachung durch externe Mitarbeiter*innen stellt eine Hierarchie dar und hindert uns in unserer Selbstverwaltung und Autonomität.

Eine erste Frist zur Übergabe der Räume der Potse (14.01.2019) ist wirkungslos verstrichen und die Aktivist*innen der Potse befinden sich weiterhin in den Räumen der Potse. Das Drugstore wird, nach eigener Initiative, zum Ende des Monats an einem Gespräch mit Vertreter*innen des Bezirks- und Jugendamtes teilnehmen. Die Potse wartet indes vergeblich auf eine Gesprächseinladung, um weitere Räumlichkeiten zu besprechen, die den Anforderungen der beiden Jugendzentren entsprechen. Und auch eine langfristige Lösung muss her! Laut Presse erwägt Jugendstadtrat Oliver Schworck (SPD) gerichtliche Urteile, um die Herausgabe der Räumlichkeiten in der Potsdamer Str. 180 zu erzwingen. Näheres oder auch ein möglicher Termin ist den Kollektiven nicht bekannt. Es wurde jedoch von mehreren Seiten verlautet, dass eine Räumung durch die Berliner Polizei NICHT stattfinden wird. Die Kollektive hoffen, dass die entsprechenden Personen und die Berliner Polizei sich an diese Ansage halten, denn die Menschen vor der nun seit drei Wochen andauernden Mahnwache, vor der Potsdamer Str. 180, werden tagtäglich von der Berliner Polizei belästigt. Sei es durch nächtliches Aufwecken, herabwürdigen durch herablassende Sprache, regelmäßige Observierungen, Einsätze des Ordnungsamtes und dem Aufzwängen von Räumungsarbeiten und BSR-Kosten, entgegen der getroffenen Vereinbarungen.

Das Drugstore macht im Exil weiter und die Potse Aktivist*innen & Menschen bei der

Dauerkundgebung, freuen sich über Sachspenden. Wir danken allen solidarischen Menschen im Kiez und von weiter her, die täglich Kaffee, Tee, warme Mahlzeiten, Kleidung, etc. vorbeibringen und den demonstrierenden Aktivist*innen Mut zu sprechen!

Wir lassen uns nicht kleinkriegen! Das Problem sind nicht wir und unsere angeblich zu lauten Veranstaltungen. Das Problem sind nicht wir und unsere angebliche Unangepasstheit! Das Problem heißt Gentrifizierung, das Problem heißt Kapitalismus und es betrifft uns alle!

Solidarität mit allen von Verdrängung Betroffenen!

Wir bleiben alle!

Die Pressesprecher*innen von Drugstore & Potse

Pressehandy: 0163/2462650

Pressemail: presse.drugstore.potse@online.de

Pressemitteilung 01.01.2019

+++Keine Räumung an Silvester+++Kundgebung am 02.01 vor der Potse und den ehemaligen Räumen des Drugstores+++

Das Drugstore befindet sich seit dem heutigen Tag im Exil, ohne eigene Räumlichkeiten und adäquate und nutzbare Ersatzobjekte.

Die Aktivist*innen, die sich entschlossen haben in den, von der Potse genutzten Räumlichkeiten in der Potsdamer Straße 180, zu bleiben, befinden sich auch weiterhin dort.
Bis zum 31.12.2018 um 23:59 durften sich die Aktivist*innen aufgrund des ehemals bestehenden Mietvertrags legal in den Räumlichkeiten aufhalten. Ab dem 01.01.2019 wird davon ausgegangen, dass die Polizei von einer illegalen Besetzung sprechen wird.
Der Jugendstadtrat Oliver Schworck, der über das Bleiben der Potse in den Räumlichkeiten durch den Anwalt der Potse informiert wurde, wird laut eigener Aussage erst am 02.01.2019 die überreichten Unterlagen prüfen lassen können. Weitere Schritte sind nicht bekannt. Der Anwalt informierte indes auch, dass es für eine mögliche Räumung einen gerichtlichen Räumungstitel geben müsste, wie auch in der RBB Abendschau vom 31.12.2019 nachzusehen.
Die Forderungen bestehen weiterhin: die Aktivist*innen werden die Räumlichkeiten erst verlassen, wenn adäquate Alternativen angeboten werden. Das beinhaltet vor allem die Möglichkeiten einer lärmintensiven Nutzung durch Proberäume und/oder Konzerte.

Am 02.01.2019 findet ab 13:00 eine Kundgebung vor der Potse (Potsdamer Str. 180) mit Bands statt.
Die Kundgebung solidarisiert sich mit den Menschen in der Potse und unterstützt die Forderung nach adäquaten Alternativen.

„Nehmt ihr uns die Räume weg, sehn wir uns im Straßendreck!“ (so ein Punk)

Solidarität mit der Liebig34 und dem Syndikat in Neukölln, die ihre Schlüssel ebenfalls nicht abgegeben haben!

Potse bleibt!

Die Pressesprecher*innen von Drugstore und Potse

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Pressemitteilung 31.12.2018

Pressemitteilung 31.12.2018 11Uhr

Das Drugstore hat die Räume bzw. die Schlüssel für die Potsdamer Straße 180 freiwillig abgegeben.

Das Drugstore hat somit keinen Zutritt mehr zu den Räumlichkeiten.

Außerdem hat sich das Drugstore-Kollektiv dagegen entschieden, die Räumlichkeiten zu besetzen oder in den Räumlichkeiten zu bleiben, da eine mögliche Schadensersatzklage des Eigentümers den Trägerverein des Drugstores, den SSB e.V. (Sozialpädagogische Sondermaßnahmen Berlin e.V.), finanziell schädigen oder in den Ruin treiben könnte. An dem SSB e.V. hängen neben dem Drugstore noch die Mansteinstraße (ein Hausprojekt) und das Thomas Weißbecker Haus (ein Hausprojekt mit Vereinskneipe und einem Veranstaltungsraum). Somit hätte eine mögliche Besetzung dringend notwendigen und vor allem alternativen Lebensraum gefährdet.

Das Potse-Kollektiv hat sich entschlossen in seinen Räumlichkeiten zu bleiben. Die angebotenen Ersatzräumlichkeiten stellen im besten Falle einen Witz dar. Hiermit verhöhnt die Politik die jahrzehntelange, ehrenamtliche Arbeit, die von Generationen an Jugendlichen geleistet wurde und wird. Es ist nicht hinnehmbar, dass das sowieso schon knappe Angebot an kultureller Beteiligung einem Hostel für Start-Up Yuppies weichen soll.

Soziale Teilhabe ist nicht einfach nur eine Option, die nach Lust und Laune von „Investoren“ vergeben oder genommen wird. Sie ist ein Recht aller Berliner*innen. Deswegen braucht es auch weiter die Angebote von Drugstore und Potse. Dies ist mit den gegebenen Räumlichkeiten schlicht nicht möglich. Daher fordern wir, dass unseren Projekten endlich Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt werden in denen wir unsere Angebote aufrecht erhalten können. Dafür ist es notwendig auch in Zukunft eine Lärmnutzung in Form von je zwei Konzert- und Bandproberäumen zu gewährleisten.

Trotz der Notwendigkeit unterschiedlich auf den Angriff auf unsere Räume zu reagieren, bedeutet dies kein Ende des Drugstore/Potse-Kollektivs. Wir werden auch weiterhin gemeinsam kämpfen. Wir bilden immernoch eine Einheit gegen Verdrängung und Ausgrenzung. Wir werden uns auch weiter gemeinsam einsetzen, für soziale Räume und für ein Berlin für alle, unabhängig von Herkunft, Sexualität, Aussehen und Geld.

Die Potse hingegen verbleibt in den angestammten Räumlichkeiten. Die Potse, die kein Teil vom SSB.e.V. ist, sieht in den bis jetzt angebotenen Ersatzräumen keinen adäquaten Ersatz. Die Ersatzräume sind viel zu klein und verfügen nicht über die Möglichkeit Konzerte und Bandproben zu veranstalten.

Potse bleibt, damit wir alle bleiben können! Potse bleibt, in Solidarität mit dem Drugstore, der Liebig 34 und dem Syndikat, die am gleichen Tag geschlossen werden sollen. In Solidarität mit allen weiteren bedrohten Projekten, die für eine alternative und antifaschistische Welt einstehen. In Solidarität mit allen Mieter*innen die sich gegen den Mietenwahnsinn stellen…Wir bleiben alle!

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Pressemitteilung 27.12.2018

Uhrzeit für Schlüsselübergabe von Drugstore und Potse bekannt

Am 31.12.2018 ist um 11 Uhr der Termin für die Schlüsselübergabe von Drugstore und Potse an den Jugendstadtrat Oliver Schworck (SPD). Die Schlüsselübergabe soll vor der Tür der Potsdamer Straße 180 stattfinden. Vor der Tür, durch die seit dem 16.09.1972 hunderttausende Jugendliche durchgegangen sind. Die Tür zu einem Ort, in dem sich unzählige Jugendliche selbst gefunden haben, selbstorganisiert ohne Sozialarbeiter*innen und Erzieher*innen. Die Tür, die am 31.12.2018 für immer für Jugendliche geschlossen werden wird – nach fast 50 Jahren erfolgreicher Jugendarbeit.

Die Schlüsselübergabe soll und wird in der Öffentlichkeit stattfinden.
Außerdem wird es von 10 Uhr an eine Kundgebung mit Konzert und Redebeiträgen vor der Potsdamer Straße 180 geben. Bis jetzt haben OneStepAhead, Lena Stoehrfaktor , Torkel T , Konny Kleinkunstpunk und Tapete zugesagt.

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Pressemitteilung Drugstore und Potse 13.12.2018

Kam all das Lob zu früh?

Gewobag verzögert Vertragsunterzeichnung +++ Neue Räume in Zusammenarbeit mit der Tempelhofer Feld Projekt GmbH möglich? +++ Auszug ohne Selbstbestimmung +++ Schlüsselübergabe am 31.12.2018 oder am 03.01.2019? +++ Finanzschule statt Jugendzentren

 

Am 07.Juni 2018 ging die E-Mail mit dem bezirklichen Anmietungsinteresse an die Gewobag. Bis heute wurden keine Mietverträge unterschrieben. Die Jugendlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen werden von Woche zu Woche mit dem Hinweis vertröstet, dass der Vertrag kurz vorm Unterschreiben sei und sie uns dann Bescheid sagen. Der Vertrag befindet sich mittlerweile in der 4. Fassung und wir finden es unerhört, wie wir bisher hingehalten wurden. Es wird von uns Planung verlangt ohne uns Perspektiven zu bieten, mit denen wir planen können!

Bei einer Soliveranstaltung im Leydicke am 30.11.2018 hat Oliver Schworck (Jugendstadtrat-TS/SPD) verlauten lassen, dass sie in Zusammenarbeit mit der Tempelhof Projekt GmbH Räume anmieten werden, in denen lärmintensive Nutzung, wie z.B. Konzerte und Partys, stattfinden können. Auch Katrin Lompscher (Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen/Die Linke) sowie Philip Bertram (Abgeordnetenhaus/Die Linke) haben das bestätigt. Jedoch ist die Nutzung als gemeinsame Nutzung mit anderen Projekten geplant, nur ungefähr 2x im Monat und unsere Technik müsste nach jeder Veranstaltung wieder demontiert werden. Das ist ein enormer Arbeitsaufwand und schränkt unsere Handlungsfähigkeit und Planung massiv ein!

Für den Auszug aus den bisherigen Räumen wurde den Jugendlichen ein konkretes Zeitfenster genannt – vom 17.12-21.12 müssen die ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen alle Einbauten demontieren, alle Kisten sortieren und in bereitgestellte Lieferwägen packen, welche dann mit bereitgestellten Fahrern in zuvor angemietete Lagerräume gefahren werden. Zu all dem kommt noch, dass den Jugendzentren Lagerflächen in Staaken angemietet wurden, knapp 20km von ihrem Bezirk, ihrem Kiez entfernt, eine Stunde von allen möglichen Räumen, die eventuell angemietet werden sollen. Es stellt sich zurecht die Frage: gab es wirklich keine Lagerräume innerhalb der Stadt? Kann das schon als Schikane bezeichnet werden? Außerdem ist dem Bezirks- und Jugendamt aufgefallen, dass sie die Finanzierung für einen Umzug der Technik zwischen Weihnachten und Neujahr für dieses Jahr nicht mehr stemmen können, weswegen die beiden Jugendzentren diesen Umzug vorerst selber bezahlen.

Am 17.10.2018 wurde in der öffentlich zugänglichen Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg von Oliver Schworck unser Auszugstermin genannt –  am 03.01.2019 soll die Schlüsselübergabe mit dem Eigentümer stattfinden. Jedoch hat Oliver Schworck am 10.12.2018, bei einem der unregelmäßigen Planungstreffen, den 31.12.2018 als Schlüsselübergabe genannt und gesagt er „weiß gar nicht, wo der 03.01.2019 immer herkommt“. Das ist Verunsicherungstaktik, die wir nicht hinnehmen! Wir brauchen jedes bisschen Zeit, um diesen Auszug mental und physisch zu stemmen. Leichtfertig das wichtigste Datum für uns ändern zu wollen ist rücksichtslos und grenzt an Wortbruch!

Auch hat sich die Berliner Immobilien Management GmbH mittlerweile gegenüber der Presse geäußert, warum eine Nutzung unsererseits in ihren Räumen in der Potsdamer Str 140 nicht möglich sei. Haben sie uns zuerst unterstellt, dass wir behauptet hätten, dass uns die Räume zu klein wären, haben sie nun gesagt, dass das Finanzamt dort seine Finanzschule einrichten möchte. Um weiterhin für Schöneberg und im speziellen den Schöneberg Norden verfügbar zu sein, ist es essentiell für uns, dass wir Räume in der näheren Umgebung bekommen. Wir fragen uns, muss eine Finanzschule, die nicht bezirksgebunden ist, unbedingt diese Räume beziehen? Es sind noch nicht alle Prüfungen bezüglich einer möglichen Nutzung durch uns abgeschlossen, weswegen wir die BIM auffordern, die Verhandlungen mit dem Bezirksamt unverzüglich wieder aufzunehmen!

Deshalb und aus vielen weiteren Gründen rufen wir zur Demo am 15.12.2018 um 14 Uhr vor dem Rathaus Schöneberg (John-F.-Kennedy-Platz 1, 10825) auf!

Wir sind viele, vielen von uns droht der Rausschmiss. Solidarität mit allen bedrohten Projekten!

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Programm im Dezember 2018

01.12.2018 Nox A Carnival

02.12.2018 Filmvorführung „Das Gegenteil von Grau“ + Podiumsdiskussion „Freiräume erhalten – Jugendzentren vor Spekulation und Verdrängung schützen?!“

07.12.2018 Konzert

09.12.2018 Wintermarkt

13.12.2018 TableTop AG Special

Spielen in gemütlicher Runde: Brettspiele, Warhammer40k, Kartenspiele, uvm. Kommt und staunt!

15.12.2018 Demo + Party „Let’s get united“

23.12.2018 Lesung „Gitchi-Gitchi-Ya-Ya-Da-Da: Aus dem Leben eines Strassenfilmers“ + Film „Der unbekannte Hund“

5 Essays über die (Lebens-)Erfahrungen als Filmemacher, Punk und Mensch: „Geile Party“ ( über den Besuch der Chaostage ´95 ), „Gitchi-gitchi-ya-ya-da-da“ ( über eine Nacht im KitKat-Klub ), „Itaquaquesetuba“ ( über ein Oi!-Konzert in Sao Paulo ), „Invasion aus dem All“ ( über eine Strassenschlacht in Hamburg ) und „Hinter den Scheiben“ ( über eine Begegnung mit dem NSU-Trio Zschäpe, Böhnhardt, Mundlos).

Wie immer dienstags: ab 18 uhr öffentliches Plenum.

Wie immer: mittwochs TableTop AG ab 19 Uhr

Wie immer: sonntags Filme ab 20 Uhr

Pressemitteilung Potse und Drugstore 5.November 2018

Nun scheint es endgültig – wir haben einen Auszugstermin bekommen: den 03.01.2019.
Wir sind fassungslos, dass es soweit kommen konnte.
Die beiden ältesten selbstverwalteten Jugendzentren Berlins sollen dem Konzept eines Wohn- und Schlafbüros des Unternehmens rent24 weichen.

Bis zum jetzigen Zeitpunkt ist nicht klar, wie es ab 2019 weitergehen soll.
Die vom Bezirk angebotene Alternative, bestehend aus zwei Objekten, steht auf der Kippe.
Zwar wurde bei dem einen Objekt, welches der Gewobag gehört, eine Mietnutzung dem Bezirk zugesichert, jedoch kann in diesem keine lärmintensive Nutzung stattfinden.
Zudem dauern die Umbaumaßnahmen bis Mitte nächsten Jahres an. Solange würden die Kollektive auf der Straße sitzen. Das zweite Objekt, in welchem eine Nutzung mit Konzerten und Proberäumen möglich wäre, gehört der BIM, die eine Nutzung durch eine Behörde bevorzugen würde.
Für und ist klar, dass dies eine politische Entscheidung ist.
Daher fordern wir das Land Berlin auf, sich für den Erhalt von Potse und Drugstore einzusetzen.
Es wäre ein Armutszeugnis für die Landesregierung, wenn sie stadtrelevante Jugendarbeit verhindern würde.

Deshalb starten wir heute, dem 05.11.2018, eine Videokampagne – #unserfreiraum.
Wir rufen dazu auf mitzuteilen, warum die Potse, das Drugstore und alle anderen Freiräume erhalten bleiben müssen.
Nutzt den Hashtag #unserfreiraum, ladet eure Videos hoch, seid kreativ!

Die Kollektive von Potse und Drugstore

Pressemail: presse.drugstore.potse@online.de
Pressehandy: 015214485849

Polizei stürmt Jugendzentren Potse & Drugstore mit Gewalt!

Am 16.09 um kurz nach 3 Uhr morgens hat die 13. Einsatzhundertschaft der Berliner Polizei die Jugendzentren Potse & Drugstore brutal gestürmt. Durch diesen Einsatz wurden einige der Mitarbeiter*innen und Jugendliche verletzt.

Zuvor trafen bei den Kollektiven der beiden Jugendzentren mehrere Lärmbeschwerden ein, auf Grund des jährlichen Geburtstagsfestivals zum 46. Geburtstag.

Diese Lärmbeschwerden wurden durch die Berliner Polizei an uns getragen, indem die Polizei mehrfach vorgefahren ist und auch Ansprechpersonen telefonisch kontaktiert hat. Diese Beschwerden & Anzeigen wurden durch rent24 aufgegeben (CoWorking Spaces und „temporäres“ Wohnen, kürzlich eingezogen). Es wurde sich mit der Polizei darauf geeinigt, die Lautstärke zu reduzieren und auch den Bass/Subwoofer auszuschalten. Dies wurde telefonisch vereinbart und auch eingehalten. Es gab eine Zusage des Polizeibeamten, dass das Anliegen damit geklärt wäre.

Um kurz nach 3 sind 6 Mannschaftswagen der 13. Einsatzhundertschaft, 6 Streifenwagen und ein Einsatzleitwagen der Polizei vor den Jugendzentren eingetroffen. Daraufhin haben sich die ehrenamtlichen Jugendlichen mit den Polizist*innen in Kontakt gesetzt, um den Sachverhalt zu klären. Währenddessen wurde von der Polizei die Straße abgesperrt und die Beamt*innen fingen an sich ihre Panzerung/Einsatzkleidung anzuziehen. Es wurde von den Jugendlichen erfragt, ob ein Durchsuchungsbefehl vorläge oder Gefahr im Verzug sei. Der Einsatzleiter behauptete es bestünde Gefahr im Verzug, aufgrund der Ruhestörung, die eine Ordnungswidrigkeit darstelle. Es wurde außerdem von den Jugendlichen angeboten, die Veranstaltung eigenständig zu beenden und die Besucher*innen hinaus zu begleiten.

Noch während des Gesprächs mit dem Einsatzleiter begannen die behelmten Einsatzkräfte das Gebäude zu stürmen. Die Jugendlichen versuchten dies zu verhindern ,um eine unnötige Eskalation zu vermeiden und eine Massenpanik zu verhindern. Das Jugendzentrum war zu dem Zeitpunkt noch gut besucht, die Konzerte jedoch seit geraumer Zeit beendet und die Musik lief auf Zimmerlautstärke.

Bei dem Versuch in den Eingangsbereich der Jugendzentren einzudringen wandten die Einsatzkräfte massive Gewalt an. Die Jugendlichen wurden durch die Polizei geschlagen und zu Boden gedrückt.
Um eine weitere Eskalation zu verhindern, wurde die Feuerschutztür zu den Räumlichkeiten zugezogen und die verbliebenen Besucher*innen aufgefordert, über die Notausgänge die Räume zu verlassen. Im Innenhof hat die Polizei einzelnen Besucher*innen verwehrt sich von den Räumlichkeiten zu entfernen. Zeitgleich drohte die Polizei damit, mit mitgebrachtem Rammbock und Brecheisen die genannte Feuerschutztür aufzubrechen.

Ehrenamtliche, die sich noch auf der Straße befanden, haben daraufhin das Gespräch mit dem Einsatzleiter gesucht. Sie überzeugten ihn davon die Räumlichkeiten nicht gewaltsam zu öffnen, sondern mit den ehrenamtlichen Jugendlichen eine gemeinsame, friedliche Lösung zu finden.
Die Polizei drohte an, die Räumlichkeiten gewaltsam zu öffnen und diese versiegeln zu lassen. Daraufhin sahen sich die Jugendlichen gezwungen, sich der Forderung der Polizei zu beugen und mit diesen die Räumlichkeiten gemeinsam zu begehen, damit diese sich vergewissern können, dass die Besucher*innen gegangen sind und die Veranstaltung wie abgesprochen beendet wurde.

Während sich die Polizei in den Räumlichkeiten von Potse & Drugstore befand, wurde ein ehrenamtlicher Mitarbeiter aus unbekannten Gründen festgenommen. Außerdem wurden während des gesamten Einsatzes Videoaufzeichnungen, sowohl von den Besucher*innen, als auch den Räumlichkeiten angefertigt. Zudem wurden Infomaterialien durch Beamt*innen entwendet. Dies geschah gegen unseren Willen, nachdem uns zugesichert wurde, dass dies nicht passiert.

Einigen Besucher*innen wurden trotz Zusage, ihre Sachen rausholen zu können, der Zutritt verwehrt und ihnen und sowohl weiteren Jugendlichen willkürlich Platzverweise ausgesprochen.

Um kurz nach 5 Uhr morgens hat die Polizei ihre Einsatzkräfte vor der Tür der Jugendzentren abgezogen. Die Ehrenamtlichen, Besucher*innen und Jugendlichen sind entsetzt, über die Brutalität des vermeidbaren Einsatzes und stehen weiterhin unter Schock.

Politiker*innen des Abgeordnetenhauses und der BVV Tempelhof-Schöneberg waren anwesend und konnten den Einsatz beobachten.

Eine Besucherin berichtet: „Der Einsatz kam aus heiterem Himmel! Das Konzert war schon lange vorbei und auf einmal müssen wir überstürzt raus!“.

Ein anderer Besucher sagt: „Auf einmal kam die Polizei rein und hat meinem Kumpel ohne Grund in den Unterleib geschlagen!“.

Die Kollektive beider Jugendzentren fordern die Untersuchung des Einsatzes! Außerdem eine Stellungnahme von den politisch Verantwortlichen!

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