D.I.Y. Café am 06.02.2017

Bock auf ’nen Freiraum mit Solitresen, Mukke, Werkstatt, Siebdruck, Bühne, Beamer, Kicker, Chaos und geiler veganen KüfA? Montags Zeit, so ab 19:00 Uhr?
Dann auf ins Drugstore: selbstverwaltet, unverdrängbar, chillig.

Schwerpunkt für diese Woche: Instrumente mitgenommen und Spaß gehabt! Ob man sich zusammen findet und Musik macht, sich austauscht oder ob man seine Musikgeräte mitbringt, um sie zu reparieren – ab 19 Uhr kanns losgehen!

Konzert mit alten und neuen Kollektivmenschen + Geburtstagsparty

Am 03.12.2016 findet im Drugstore und in der Potse ein regelrechter Konzertmarathon statt. Kollektivmenschen mit Bands geben ihr Können zum Besten! Und zwei der Kollektivmenschen feiern dabei auch noch Geburtstag! Bunt durchgemischt und laut, mit anschließender Trash-Disco!

Es spielen folgende Bands:
Schnur (Chansonpunk)
Der Endgegner (Punk, Rock, Metal, Arabesk)
The Barf Shaddocks (Punk)
Bipol (Elektronika)
FallenAus (Deutscher Flowin-Jazz-Rock-Punk)
Ad Montes (Psychedelic Ambient Metal)
The Illithids (machen Musik)

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Lange war es ruhig um die Kollektive von Potse und Drugstore. Deshalb folgt nun ein Update!

Wie viele, die die Läden weiterhin besuchen, mitbekommen haben, gibt es uns immer noch an gewohnter Stelle, aber so wirklich genau weiß keiner, was aus dem Gebäude gemacht wird und wie es mit uns weiter geht.
Denn die Kommunikation zwischen dem Bezirksamt und den Läden ist weiterhin ein großer Knackpunkt. Nicht nur wird sich, wenn sich gemeldet wird, erst viel später zurückgemeldet, auch werden unsere Forderungen (Betonung auf die Mehrzahl der Versuche) auf Akteneinsicht, was die neuen Mietverträge (zwischen dem Bezirksamt und dem Eigentümer) angeht, konsequent abgelehnt, da diese Verträge nicht für uns von Interesse seien. Wir sind uns wohl alle einig, dass die Verträge insbesondere für uns von Interesse sind, egal was das Bezirksamt sagt. Der Kommunikationsmangel führt bei uns zu weiteren kleinen und großen Problemen. An den Fahrstuhl, der uns nicht nur den Ablauf in den Läden erleichtert hat, sondern auch Rollstuhlfahrer*innen oder Menschen mit Gehbehinderungen den Zutritt zu unseren Läden ermöglicht hat, kommen wir nicht ran. Die Nutzung wurde uns vor Jahren durch eine schriftliche Zusage (von dem ehemaligen Eigentümer, der BVG) zugesichert, nun ist aber der Zugang abgesperrt und einen Schlüssel für uns gibt es auch nicht. Da die BVG keinen Pförtner mehr hat, der dem Postmensch den Weg zu unserem Briefkasten öffnen kann, kommt unsere Post aktuell nur auf Umwegen zu uns.

Neben den Problemen im täglichen Ablauf, nagt natürlich auch die Zukunftsangst an uns. Durch Recherche von Bezirksamts- und Kollektivseite aus, musste man feststellen, dass es keine geeigneten Flächen in Tempelhof-Schöneberg gibt, in die die beiden Kollektive ziehen könnten. Eine Neubebauung anderswo würde zu lange dauern, andere Räumlichkeiten sind absolut ungeeignet für Jugendarbeit, andere zu teuer, und wieder andere nicht in dem Bezirk, der von uns und unserer Jugendarbeit abhängig ist (andersrum natürlich genauso). Denn zwei Sachen stehen ganz klar fest: unser umfangreiches Angebot wird bestehen bleiben und beide Kollektive werden nicht örtlich voneinander getrennt werden.

Der Eigentümer des Gebäudes verhält sich zur Zeit bedeckt. Durch die Verweigerung der Einsicht in die Mietverträge steht uns auch keine aktuelle Adresse des Eigentümers zur Verfügung.
Neben dem hohen gesellschaftlichen und kulturellen Wert der beiden Läden, verdient das Bezirksamt auch bares Geld mit dem Drugstore. Die Jugendarbeit wird von allen ehrenamtlich gestemmt, für die der Bezirk Kohle bekommt. Nicht nur deswegen sollten wir dem Bezirksamt nicht am Allerwertesten vorbeigehen.

Die vielen Solidaritätsbekundungen von diversen anderen Läden und Projekten stärkt uns in unserer Arbeit und dem Willen, an diesem Standort erhalten zu bleiben. Auch wir mussten am eigenen Leib erfahren, wie es ist, wenn das Kollektiv an seine Grenzen gerät, Autoritäten einen in der Pressearbeit einschränken und einem das ganze über den Kopf wächst. In diesen Zeiten ist es wichtig, dass man noch stärker zusammenhält und die Projekte noch tatkräftiger unterstützt, als eh schon. Nur so ist dieser Kampf zu gewinnen! KoZe, Potse, Friedel, Linie206, R94 und Drugstore bleibt!

Stellungnahme zum Artikel in der Berliner Woche

Am 24.10.2015 erschien ein weiterer Artikel über die aktuelle Situation von Potse und Drugstore in der Berliner Woche.

Potse und Drugstore: Bezirk verhandelt weiter über Mietpreis

Zu dem folgenden Absatz möchten wir uns äußern:
„Der KinderpallasT hat sich schon bereiterklärt, auf Räume zu verzichten. Schworck will, dass im Gegenzug dessen Angebote auch in den Räumen von Potse und Drugstore stattfinden. Das findet dort bislang wenig Begeisterung. Stadtrat Schworck will nichts erzwingen, erwartet aber ‚eine deutliche Gesprächsbereitschaft‘.“

Das ist so nicht korrekt.
Wir sind ganz im Gegenteil sehr begeistert davon, Angebote aus dem PallasT bei uns stattfinden zu lassen!
Man denke da z.B. an die Trommlergruppe o.ä..
Das wurde so auch klar kommunziert.

Die Aussage mit dem Kaugummi können wir hingegen so unterschreiben.
Der Versuch einen zeitnahen Termin mit Herrn Schworck und/oder Herrn Schwarz scheiterte mehrmals.
Auf Mails wird nur selten reagiert, auf Briefe ebenso.
Der anstehende Termin wurde also höchste Zeit!

Erstaunlich bei diesem Artikel ist, dass wir als Einrichtungen gebeten wurden, nicht allzu detaillierte Auskünfte an die Presse weiterzugeben.
Erstaunlich deswegen, dass nun von Seiten des Jugenstadtrats in der BVV genau dies getan wurde.
Bisher wurde uns immer mitgeteilt, dass etwaige Auskünfte die Verhandlungen mit dem Verwalter und Hauseigentümer stören könnten…

Wir hoffen, dass es bei dem Gespräch zu einer Übereinkunft kommen wird, da wir in der Tat gesprächsbereit sind.

Große Infoveranstaltung

Wir, das Drugstore-Kollektiv und das Potse-Kollektiv laden euch zu einer Infoveranstaltung zu unserer aktuellen Situation und der Bedrohung ein.
Wir wollen euch den Stand der Dinge erklären, was geplant ist und wie ihr vielleicht helfen könntet.

Das ganze ist am 16.08.2015 um 17 Uhr im Drugstore

Anschließend, ab 20:30 Uhr, zeigen wir noch folgende Filme:
Allein machen sie dich ein (Film über das Rauchhaus aus dem Jahr 1973)
Weg von der Strasse (Film über das Tommyhaus aus dem Jahr 1996)
Sag niemals nie (Film über die Mainzer Straße und der Räumung von 1991)

Drugstore bleibt!
Potse bleibt!
Eins, zwei viele Freiräume!

Pressemitteilung: Berlins ältestes selbstverwaltetes Jugendzentrum steht vor der Schließung!

Ende Dezember soll es soweit sein: Die Türen des Jugendzentrums „Drugstore“ in der Potsdamer Straße in Schöneberg werden für immer geschlossen. Der Vermieter des Gebäudes erhöht die Mieten und kündigt dem Jugendamt die laufenden Verträge. Der Bezirk Schöneberg legt daraufhin dem „Drugstore“ die Kündigung der Räume vor.

Der Eigentümer des Gebäudes in der Potsdamer Straße 180-182, in dem sich sowohl das Jugendzentrum „Drugstore“ als auch der Jugendclub „Potse“ und der Stadtteilverein Schöneberg befinden, passt die Miete auf die ortsüblichen Gewerbemieten an. Das Bezirksamt Schöneberg ist nicht gewillt die Mieterhöhung von 7,22€ auf 11,50€ zu tragen, obwohl sich die Miete für alle drei Jugendzentren seit über zehn Jahren nicht erhöht hat. Die Jugendarbeit im Schöneberger Norden steht vor dem Aus.

Der Jugendamtsdirektor Rainer Schwarz gelobt Ersatz zu finden. Die jugendlichen Besucher und ehrenamtlichen Mitarbeiter halten die Versprechung auf mindestens gleichwertige Räumlichkeiten für unrealistisch. „Die Mieten ziehen überall im Kiez an. Was passiert, wenn der Bezirk hier keine günstigere Alternative findet?“, so der Vorstand des Trägervereins SSB e.V.. Die Drugstore-Besucher sind außer sich, dass nun eines der letzten unkommerziellen Kulturangebote für Jugendliche in Schöneberg wegfällt. Lena, 23, Besucherin: „Wäre es nicht viel sinnvoller und günstiger, so ein Projekt aufrecht zu erhalten, als einen teuren Umzug und Neuanfang zu finanzieren? Wie wird Berlin aussehen, wenn alle alternativen Projekte und Freiräume verdrängt sind. Wollen wir in so einer Stadt leben?“

Der Drugstore ist mit über 40 Jahren eines der ältesten selbstverwalteten Jugendzentren Deutschlands. Seit 1972 in der Potsdamer Straße 180 ansässig ist es ein Freiraum für Jugendliche und Randgruppen, die ihre Freizeit hier selbst gestalten. Von Konzerten, Partys, Soli- oder Infoveranstaltungen, Lesebühne, Tabletop bis hin zu Filmvorführungen, Teeküche, Siebdruck, Fotolabor, Werkstatt und Proberäumen bietet der Laden auf 864 m² somit ein umfassendes, einzigartiges Angebot. Der gesamte Betrieb wird von Jugendlichen ohne Hilfe von Sozialarbeitern gestemmt, alle Veranstaltungen sind kostenlos.

Diese erfolgreichen Jugendprojekte müssen erhalten werden! Drugstore & Potse bleiben!